Baesweiler - Bürgermeister Dr. Willi Linkens setzt bei Neujahrsempfang auf Wachstum

Bürgermeister Dr. Willi Linkens setzt bei Neujahrsempfang auf Wachstum

Von: -ks-
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Versprach einen weiterhin „stets offenen und vertrauensvollen Dialog“ mit Bürgern: Bürgermeister Dr. Willi Linkens (r.).

Baesweiler. Klar! Gerne würde sich Bürgermeister Dr. Willi Linkens als Anleihe bei den Märchen-Brüdern Grimm eines Goldesels bedienen, der auf Kommando die Lücke im Haushalt mit fester Währung füllen kann. Aber Baesweiler setzt nicht auf Wunder, sondern auf die eigene (Anziehungs-)Kraft, wie Linkens in seiner Neujahrsansprache deutlich machte – und eine entsprechende Wirtschaftsförderung.

Hierfür werde die Gewerbesteuer bewusst deutlich niedriger als in anderen Städten gehalten. Das gelte auch für die Grundsteuer B. „Dadurch werden sowohl die Hauseigentümer als auch die Mieter deutlich entlastet“, so Linkens. „Würden wir die Steuern in einer Höhe ansetzen, wie sie im Durchschnitt bei den Nachbarkommunen sind, so wäre unser Haushalt 2016 ausgeglichen.“

Die Zurückhaltung zahlt sich offenbar aus. Weitere Firmen und Neubürger finden sich ein. „Wir werden mit der Eröffnung der Firma api im Frühjahr mehr als 4000 Arbeitsplätze vorweisen“, verwies der Bürgermeister auf Zuwachs im Gewerbegebiet. „Glücklich bin ich, dass viele Arbeitnehmer aus der Region hier tätig sein können und wahrnehmen, dass es sich lohnt, hier auch Wohnraum zu nehmen und mit der Familie bei bester Infrastruktur glücklich zu sein.“

Trotz kostenintensiver Aufgaben, die von Land und Bund den Kommunen zugewiesen werden und schlechter ausfallender Steueranteile wurde laut Linkens das Jahr 2014 finanzpolitisch mit einem Plus abgeschlossen und „auch für das Jahr 2015 können wir ein vertretbares Ergebnis prognostizieren“. Aber Kostenbewusstsein und Realitätssinn allein könnten nicht alles richten. So forderte Linkens die kurzfristige Umsetzung der Koalitionsvereinbarung auf Bundesebene ein, insgesamt fünf Milliarden Euro zur Eingliederungshilfe den Kommunen zur Verfügung zu stellen.

Großes Lob zollte der Bürgerschaft und vor allem den Ehrenamtlern in Sachen Asylbewerber. „Die Unterbringung gelang ohne jeglich Komplikation und führte zu einer guten Grundlage für ein gedeihliches Miteinander.“ Allerdings müsse die Aufnahme von notleidenden und hilfesuchenden Menschen deutlich besser geregelt und Verfahren beschleunigt werden, forderte Linkens. Eine große Herausforderung sei nun die Integration. „Eine Parallelgesellschaft darf es bei dieser Personengruppe nicht geben.“

Zahlreiche neue Bebauungspläne für Eigenheime und attraktive Wohnungen würden im neuen Jahr umgesetzt. Das gelte auch in kleineren Stadtteilen, in denen zudem die erforderliche Infrastruktur wie Grundschule und Kindergarten erhalten werden sollen. In diesem Jahr sollen zum Beispiel die Erschließungsmaßnahmen für den Bereich „Kloshaus“ beginnen als Voraussetzung „für die Schaffung von sozial gebundenem Wohnraum“.

In wenigen Tagen werde das neue Einkaufszentrum „Am Feuerwehrturm“ im Zentrum von Baesweiler eröffnen – „zur Stärkung der Innenstadt“. Sicherlich werde es in Verbindung mit der Eröffnung und den noch nicht abgeschlossenen Straßenbaumaßnahmen zu einigen Problemen kommen. „Aber auch diese Aufgaben werden wir erfolgreich lösen“, versprach er. Der Volkspark werde mit einem attraktiven Spielplatz modernisiert und die Voraussetzung für Tradition und Brauchtum (Stichwort Junggesellenkirmes) geschaffen – „ein hervorragender Standort für den Maibaum“.

Zu den umfassenden Maßnahmen im Rahmen des Programms „Integriertes Handlungskonzept“ gehöre „die Planung für die umfassende, zukunftsweisende, energetisch hochwertige Sanierung des Hallenbades“. Der gesamte Freizeitbereich Parkstraße solle aufgewertet werden.

Jugend zur Beteiligung eingeladen

Neben der „Baesweiler Tafel“ hob Linkens die Freiwillige Feuerwehr besonders hervor: „Ein starkes Team, das das Aushängeschild unserer Stadt ist!“ So sei es möglich, für weitere fünf Jahre keine hauptamtliche Feuerwache einrichten zu müssen.

„Blumen“ verteilte Linkens auch an sein Verwaltungsteam und Dank für dessen Fleiß, Kreativität, Bürgernähe und Kostenbewusstsein. Linkens bedauerte außerordentlich, dass der Erste und Technische Beigeordnete Peter Strauch keine weitere Wahlzeit mehr anstrebt. Es werde schwer werden eine(n) annährend qualifizierte(n) und engagierte(n) Nachfolger(in) zu finden und einzuarbeiten.

Dankbarkeit für seine Wiederwahl als Bürgermeister verband Linkens mit dem Versprechen, „den stets offenen und vertrauensvollen Dialog“ mit Bürgern fortzusetzen. Foren hätten sich hierbei bewährt. Gerade bei der Beteiligung von Jugendlichen will Linkens „neue Wege gehen“. „Hierzu fordere ich alle jungen Leute in unserer Stadt auf. Es ist Eure Stadt! Es ist Eure Zukunft!“

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