Bürgermeister Alfred Sonders feiert seinen 50. Geburtstag

Von: Holger Bubel
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Hier kommt er zur Ruhe: Im Garten wird über den Zaun auch gerne mal ein Schwätzchen gehalten. „Mittlerweile nennen mich auch die Nachbarn nicht mehr wie früher Fred, sondern Alfred.“ Foto: Holger Bubel
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Walken und Fitness gehören zu den Hobbys des Jubilars. Foto: Holger Bubel
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Besuch im Bürgermeisterbüro: Ehrenbürger Hans Vorpeil und EU-Präsident Martin Schulz haben den Parteifreund auf seinem Weg begleitet. Foto: Holger Bubel
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Dass Alfred Sonders auch mal im Gastronomie-Service gearbeitet hat, war zumindest nicht bei einem Fassanstich auf dem Europafest erkennbar . . . Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Wenn Alfred Sonders am Mittwoch auf die vergangenen 50 Jahre seines Lebens zurückblickt, ist er zufrieden – aber nicht selbstzufrieden: „Denn es gibt noch einiges zu tun.“ Besonders als Bürgermeister Alsdorfs sieht er sich noch nicht angekommen auf dem Weg, die Stadt, die sich seit 25 Jahren im Strukturwandel vom Bergbau zur festen Größe in der Städteregion als Wirtschafts-, Kultur- und Bildungsstandort befindet, weiter nach vorne zu bringen.

Diese Entwicklung hat der „Jung aus der Broicher Siedlung“, wie ihn nicht nur die Nachbarn aus seinem Ortsteil gerne nennen, über das Vierteljahrzehnt – und auch davor – hautnah in der Verwaltung mit begleitet. Nach dem Besuch der Hauptschule, dem Wechsel auf die Aufbaurealschule und der sich anschließenden Höheren Handelsschule, hatte sich Alfred Sonders 1982 „einfach mal so bei der Stadt beworben“.

Denn eigentlich schwebte ihm ein kaufmännischer Beruf vor: „Mit Zahlen konnte ich immer schon ganz gut umgehen.“ Dem Rat seines Vaters „Jung, jeh bei de Stadt, da haste wat Sicheres“ war er aber gefolgt. Und wenn er auch ohne Erwartungen zum Bewerbungsgespräch ins Rathaus gegangen war, sollte er bis zum heutigen Tag dort bleiben. Seit viereinhalb Jahren sogar als Verwaltungschef. „Das hätte ich damals niemals für möglich gehalten“, sagt er heute.

Anders aber „Opa Schuhmacher“. Der aus Ostpreußen in die Siedlung Zugewanderte prophezeite dem damals kleinen Fred, der als Kind schon kleine Jobs für die Nachbarn machte, um sich was dazuzuverdienen und dafür im Ort bekannt war: „Du wirst mal Bürgermeister.“ Bis dahin sollte es aber noch ein langer Weg werden. . .

In der Alsdorfer Verwaltung hat Alfred Sonders alle Stationen durchlaufen, vom Sozialamt bis zum Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Kultur konnte er einmal seine Nase in die Abläufe stecken. „Das hilft mir heute“, sagt der Bürgermeister rückblickend. Und damals half es den Siedlern im Ortsteil. Als sich dort herumsprach, dass der Fred bei der Verwaltung ist, kamen die Leute gleich zu ihm, wenn es „ein Problemchen“ gab.

„Besonders die Älteren scheuten den Weg ins Rathaus, Amtsstuben schreckten die Menschen damals noch ab“, erinnert sich der Jubiliar. Und da im Hause Sonders die Türen eigentlich immer offen standen, war es auch selbstverständlich, dass der junge Verwaltungsfachmann so manche Hilfestellung gab.

„In meinem Elternhaus war immer was los. Die Leute kamen und gingen“, erinnert sich Sonders, „wir waren nicht betucht, aber meine Mutter konnte sehr gut haushalten. Sie hat sich wirklich für die Familie aufgeopfert.“ Einen Kaffee gab es daher immer an der Osterfeldstraße, es ging lebhaft zu daheim mit den beiden Schwestern Heidi und Elke und Vater Paul, der „inoffizielle Bürgermeister der Broicher Siedlung“. Fest eingebunden waren die Eltern, die Familie im Vereinsleben des Dorfes.

Lebhaft ging es aber auch in der närrischen fünften Jahreszeit zu. 1978 wurde Alfred Sonders Kinderprinz, mit 21 Jahren wurde er Vorsitzender der 1. KG Rote Funken Broicher-Siedlung. Als 23-Jähriger und damit jüngster Ausgezeichneter, erhielt er den Ehrenteller der Siedlergemeinschaft.

„Dem Karneval habe ich unglaublich viel zu verdanken“, sagt der Bürgermeister. „Da habe ich das freie Sprechen vor Publikum gelernt, aber auch zu organisieren.“ Und dieses Organisationstalent half Alfred Sonders „auf dem Weg nach oben“, der unter anderem die Position des Geschäftsführers der Alsdorfer Freizeitobjekte GmbH (FOGA) bereit hielt: „Das war für mich ein vorläufiger Höhepunkt und eine echte Herausforderung.“ Den Tierpark brachte Alfred Sonders in dieser Funktion auf Vordermann, und auch die roten Zahlen der Stadthalle waren nicht mehr ganz so rot.

Als Siedler-Jung hat er aber nicht nur das Wohl seines Heimatdorfs im Auge: „Ich fühle mich durch und durch als Alsdorfer. Wenn einer was gegen meine Stadt sagt, tut mir das körperlich weh.“ Als Bürgermeister hat er es sich daher auch zur Aufgabe gemacht, das Image der ehemaligen Bergbaustadt nach vorne zu bringen – und zwar gemeinsam mit Rat und Verwaltung: „Wir sind auf einem guten Weg, dass diese beiden Bereiche wieder harmonieren und gut zusammenarbeiten“, ist Sonders optimistisch.

Wer dem Jung aus der Siedlung zum Geburtstag gratulieren möchte, der ist eingeladen, am Samstag, 22. März, ab 10.30 Uhr ins Energeticon zu kommen. „Ich freue mich über jeden Bürger“, sagt das Geburtstagskind.

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