Bürgermeister Alfred Sonders empfängt Majestäten und Brudermeister

Von: rp
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Eine imponierende Kulisse bilden die Schützen beim jährlichen Stadtempfang durch Bürgermeister Alfred Sonders (5.v.l.). Foto: Marietta Schmitz

Alsdorf. Der jährliche Stadtempfang der Majestäten und Brudermeister der neun Schützenbruderschaften durch Bürgermeister Alfred Sonders ist immer der besondere Höhepunkt in der Regentschaftszeit der Majestäten. Auch diesmal besetzten die Schützenbrüder und Schützenschwestern den Sitzungssaal im Rathaus bis auf den letzten Platz.

Bürgermeister Sonders mit seinen Vertretern Heinrich Plum und Heinz Liska zeigte sich erfreut über die starke Beteiligung und hieß besonders die Majestäten der Bruderschaft willkommen, die im Mittelpunkt standen. Er dankte den Bruderschaften und Majestäten für all ihre erfolgreichen Aktivitäten im vergangenen Jahr. „Ich bin froh, dass der Besuch der Veranstaltungen im Allgemeinen gut war, wenn auch zu wünschen wäre, dass die Bevölkerung in den einzelnen Stadtteilen sich wieder mehr dem alten Brauchtum zuwendet, denn wir freuen uns darüber, so viele Schützenbruderschaften in unserer Stadt zu haben“, sagte Sonders. „Wir wollen die alten Traditionen noch recht lange erhalten.“

Hiermit verband der Bürgermeister auch den Wunsch, dass trotz aller Schwierigkeiten dieser Weg weiter erfolgreich begangen wird. In diesem Zusammenhang freute sich Bürgermeister Sonders auch darüber, dass es im vergangenen Jahr gelungen sei, dem Stadtteil Warden und besonders den St. Jakobus Schützen das Dorfgemeinschaftshaus zu erhalten. Hierfür sprach Brudermeister Robert Pelzer aus Warden dem Bürgermeister und den Fraktionen im Rat der Stadt, die durch ihre Stimme hierzu mit beigetragen haben, den Dank seiner Bruderschaft aus.

Sodann stellte der Bürgermeister die Majestäten der einzelnen Bruderschaften vor, überreichte allen kleine Präsente der Stadt und ließ sie in das Gästebuch der Stadt eintragen.

Dem offiziellen Teil schloss sich noch in guter Harmonie eine längere Diskussion an. Hierbei brachte Brudermeister Robert Pelzer die derzeitig heftige Diskussion in der Öffentlichkeit über das „Turbo-Abi“ nebst den Ganztagsschulen mit den nachteiligen Folgen für die Schüler an, was auch das Vereinsleben seit einiger Zeit zu spüren bekomme. Pelzer wies darauf hin, dass beim Stadtempfang eine Reihe von Jung- und Schülerprinzen, offensichtlich aus schulischen Gründen, am Empfang nicht teilnehmen konnten. Nach den Beratungen dieser Tage mit allen Experten in Düsseldorf soll es, trotz des starken Widerstandes vieler Eltern, beim G8 Abi bleiben, allerdings durch angekündigte und in die Wege geleitete Reformen entsprechend abgespeckt. So habe man jetzt drei Arbeitsgruppen gebildet, die bis zum Herbst Vorschläge zur Reformierung vorlegen sollen. Die Gruppen, so Pelzer, sollen prüfen, wie das Verhältnis zwischen Schulzeit und Freizeit am Gymnasium aussieht und ob ausreichend Zeit für Vereinssport und Musik bleibt, ob es Entlastungseffekte für Schüler gebe oder ob die Schüler generell überlastet sind. Dies sei auch für die Nachwuchsfrage der Vereine von größter Bedeutung.

Auf Kosten der Freizeit

Der Bürgermeister ging eingehend auf das Thema ein, zeigte für den Elternwillen großes Verständnis und gab einen Einblick, wie es diesbezüglich bei den Schulen in Alsdorf läuft. „Wo bleibt der Mensch, wenn man die Kinder in diesem Alter schon unter Hochleistungsdruck setzt“, fragte der Bürgermeister, denn man habe die Studienzeit zwar verkürzt, aber auf Kosten der Freizeit. „Ich frage mich, ob hierdurch überhaupt ein günstiges Produkt herauskommt.“ Dennoch wünschte sich der Bürgermeister, dass man die Schullandschaft nach Klärung der offenen Fragen einige Jahre in Ruhe lassen sollte.

Schließlich überreichte der Bürgermeister den Wanderpokal der Stadt an die St. Hubertus Schützenbruderschaft Schaufenberg, die mit den Schützen Monika Leimbach, Peter Havertz, Ralf Havertz und Niklas Windmüller mit 384 von 400 Ringen vor Diana Ofden und St. Sebastianus Hoengen mit je 383 Ringen den ersten Platz belegte.

Abschließend wurde die begrenzte Mitwirkung der Schützenbruderschaften am diesjährigen Frühlingsfest aus Termingründen mit Änderungsvorschlägen der Schützen für die kommenden Jahre besprochen. Der Bürgermeister sagte zu, sich hierum persönlich zu kümmern.

Herzliche Aufnahme

Mit dem Dank des Bezirksbundesmeisters Norbert Windmüller an den Bürgermeister und seine Mitarbeiterin Beate Schlimmer für die erneut herzliche Aufnahme ging der beeindruckende Stadtempfang zu Ende.

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