Bürgerforum will öffentlichen Nahverkehr verbessern

Von: rüt
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Herzogenrath. Die Meinung, Anregungen und Vorschläge der Bürger waren gefragt. Zur Vorbereitung ihres Wahlprogramms veranstaltete die Herzogenrather SPD ein weiteres Forum.

Diesmal für Freizeit, Kultur, Tourismus und Sport im HOT St. Gertrud. „Wir brauchen als Vertreter im Rat die Äußerungen der Fachleute, können nicht selbst in jedem Bereich Fachmann sein”, sagte SPD-Ratsvertreter und Ortsvereinsvorsitzender Dr. Manfred Fleckenstein. Die Veranstaltung war gut besucht und Wünsche zur Thematik gab es einige.

Stichwort Sport: Vereine, darunter die HSG Merkstein, die Versehrten-Sport-Gemeinschaft (VSG) Kohlscheid und der SVS Herzogenrath, bemängelten vor allem fehlende Hallenzeiten. Guido Bürschgens, Jugendleiter des HSG Merkstein, machte deutlich: „Wir haben 220 Kinder und Jugendliche im Verein, aber nur eine Halle, die Dreifachturnhalle der Gesamtschule. Wir hätten gerne in Merkstein eine zusätzliche Dreifachturnhalle.” Eine Forderung, die zwar fast schon ein bisschen unverschämt sei, aber viele Vereine hätten das selbe Problem und der HSG würde mit noch mehr Zulauf in der Jugendabteilung rechnen.

Ein erster Schritt müsse sicherlich sein, sich die Koordination der Hallenzeiten anzusehen, ebenfalls müsse man im Hinterkopf behalten, dass die Halle am Stadion Geilenkirchener Straße keinesfalls zu gemacht werden, äußerte Manfred Fleckenstein.

Energiekosten

Von Seiten der VSG Kohlscheid wurde angeregt, die Hallen nicht während der kompletten Ferien zu schließen, dieser Zeitraum sei zu lang. Ein eigener Raum, in dem man Veranstaltungen abhalten oder vereinseigene Dinge wie Zelte sicher und verschlossen lagern könne, dies stellte ein Vertreter des DJK Jung Siegfried Herzogenrath zur Diskussion. Zurzeit hat der Verein für diese Zwecke eine Garage angemietet. Ein allgemeines Vereinsheim wäre nach Wunsch des DJK die beste Umsetzung.

Den Herzogenrather Schwimmverein trifft der von der Stadt beschlossene 15-prozentige Energiekostenanteil, den er zu tragen hat, hart. Der Schwimmverein sei im Vergleich mit anderen Vereinen benachteiligt, da die Halle wesentlich höhere Energiekosten verursache. Jährlich trage der Herzogenrather Schwimmverein circa 2000 Euro, hier bestehe der Wunsch nach einer Korrektur, hieß es von Seiten des Vereins. Eine Äußerung über die Zukunft der Bäderlandschaft in Herzogenrath sei ebenfalls wünschenswert, insbesondere zur Schwimmhalle Herzogenrath-Mitte, die primär genutzt werde.

Manfred Fleckenstein: „Wir haben die Energiekostengerechtigkeit im Ausschuss immer angemahnt. Der Erhalt der Bäder in städtischer Hand ist ebenso wichtig.

Stichwort Freizeit, Tourismus und Kultur: Peter Kuhn von den Naturfreuden machte deutlich, wie wichtig es sei, dass die Bürger ihre Freizeit im Grünen verbringen könnten. Der Euregionale Grünverbund sei für Herzogenrather Verhältnisse zu grobrastig, vorhandene Grüngebiete wie beispielsweise das Amstelbach, Wurmtal oder Broichbachtal und ehemalige Halden müssten durch grüne Wege verbunden werden. Uwe Zink, Dezernent des Kreises Aachen und SPD Kandidat für den Städteregionsrat, sagte dazu: „Tourismus ist ein Thema für die Stadt Herzogenrath und die ganze Region. Dafür braucht man aber eine gut funktionierende Naherholung.”

Möglich wäre dies etwa durch die Biotopverbundplanung im Aachener Nordkreis, die in der Euregionalen 2008 eingebracht worden sei. „In Kohlscheid sei der Bergbau als kulturelles Erbe etwas in Vergessenheit geraten, monierte eine Vertreterin des Heimatvereins Kohlscheid. Es gäbe 32 Punkte im Ortsteil, die für Führungen geeignet wären. Niemandsland sei Kohlscheid auch in Sachen Kultur. Herzogenrath habe die Burg, Merkstein das Klösterchen.

Der Vorschlag: Es sollte geprüft werden, inwieweit der großteils leerstehende Ratssaal des alten Rathauses für kleinere Veranstaltungen genutzt werden könne.

Eine weitere Anregung der Arbeiterwohlfahrt Herzogenrath: Der Abenteuerspielplatz hinter der Schwimmhalle müsste dringend eine Drainage erhalten, da dieser sonst bei Regen überschwemmt wird.

Den öffentlichen Nahverkehr zu optimieren, war ebenfalls ein Anliegen, dass von unterschiedlichen Vertretern vorgebracht wurde. Eine Thematik, die auch schon in dem bereits veranstalteten Jugendforum der SPD aufgegriffen wurde.
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