Bürgerforum: Belebung der Innenstadt steht obenan

Von: ehg
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Der letzte Supermarkt in der Innenstadt: Vor fünf Jahren machte Kaisers die Filiale am Morlaixplatz dicht. Ein Nahversorger im Zentrum von Würselen wird seitdem sehr vermisst. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Die Resonanz, die das zweite Bürgerforum zur Entwicklung eines „Integrierten Handlungskonzepts für die Innenstadt“ fand, war größer als erwartet. Ihr Interesse bekundete auch eine ganze Reihe von Bürgern, die zum ersten Mal einer von der beauftragten Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft unter Federführung von Planer Rainer Kalscheuer durchgeführten Bürgerbeteiligung beiwohnte.

Kalscheuer unterstrich, dass erhöhter Handlungsbedarf nicht nur beim Singer-Gelände, sondern auch bei weiteren öffentlichen und privaten Immobilien bestehe. Der Hebel müsse unbedingt bei der Belebung der Innenstadt angesetzt werden, wo mehr Aufenthaltsqualität geschaffen werden müsse. In eine adäquate Nutzung müssten die Leerstände überführt werden. Vermieden werden müssten weitere Verdrängungseffekte. Dass die Parkraumsituation verbessert werden müsse, bedürfe auch keiner Frage.

Bei der Online-Umfrage habe sich – so Kalscheuer – gezeigt, dass ein hohes Interesse am Wohnen in der Innenstadt besteht. Die meisten Rückläufe habe es bei dem Themenkomplex Energie und Nachhaltigkeit gegeben. Dass 59 befragte Immobilienbesitzer sich bereit erklärt hätten, ihre Gebäude zu ertüchtigen, wertete der DSK-Planer als überaus positives Zeichen. „Es besteht ein großes Interesse an der weiteren Entwicklung des ‚Integrierten Handlungskonzeptes‘“.

Auf der Grundlage der voraufgegangenen Bestandsaufnahme seien die Handlungsfelder für die nächsten fünf Jahre „abgesteckt“. Neben der Entwicklung Singer-Gelände setzte Kalschauer die energetische Ertüchtigung des Alten Rathaus in 2017 auf die Agenda, nicht minder die Neugestaltung des Vorplatzes vor St. Sebastian und die Aufwertung des Stadtgartens.

Die Attraktivierung des Lindenplatzes verschob er in fernere Zukunft. Die Eigentümer der Innenstadt-Immobilien sollen motiviert werden, ihre Gebäude zu ertüchtigen. Dabei will die DSK ihnen bei der Beantragung von Fördermitteln zur Hand gehen. Potenziale, um die Innenstadt weiter entwickeln zu können, seien sowohl öffentlich als auch privat ausreichend vorhanden.

Die in den beiden Gruppen erarbeiteten Vorschläge werden in das Handlungskonzept einbezogen und dem Ausschuss für Stadtentwicklung am Donnerstag, 23. Juni, vorgestellt. Das „Integrierte Handlungskonzept“ ist die Voraussetzung, um in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommen zu werden. Assistiert wurde Planer Kalscheuer von seinen Kollegen René Nürnberger und Dominik Erberling.

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