Baesweiler - Bürger wollen Setterich verschönern

Bürger wollen Setterich verschönern

Von: db
Letzte Aktualisierung:
Aktive Bürgerbeteiligung: Ait
Aktive Bürgerbeteiligung: Ait Hamid erklärt, was man im betroffenen Gebiet wie verbessern könnte. Foto: db

Baesweiler. Ait Sakour ist ein junger Mann, der in Setterich aufgewachsen ist. Er kennt die Pro-bleme, die es dort gibt, ganz genau. Und er will mit daran arbeiten, diese zu beseitigen.

Ähnlich geht es auch Ait Hamid, auch er kennt so gut wie jede Ecke im Ort und sagt ganz deutlich, wo es brennt. Aber die beiden Referenten meckern nicht, sie klagen nicht an. Sie haben Lösungsvorschläge mitgebracht.

Nicht nur deshalb bekommen die beiden jungen Männer, die den Willen zum Anpacken demonstrieren, am Ende ihrer Vorträge kräftigen Applaus. Der Verbund „Aktive Nachbarschaft” - er setzte sich aus Privatpersonen, den beiden Kirchen, Kulturvereinen, Stadtteilbüro des DRK und weiteren Organisationen zusammen - trägt an diesem Abend im Evangelischen Gemeindezentrum seine Vorstellungen zur Wohnumfeldverbesserung im Gebiet Pestalozzistraße, Westring und Umgebung vor. Das Thema zieht mehr als 70 Interessierte an, schnell ist das Gemeindezentrum mit Sitzflächen zugestellt.

Die Vertreter der Stadt Baesweiler Peter Strauch (Technischer Beigeordneter) und Frank Brunner (Kulturdezenernt) sowie Stadtplaner Josef Meyer sehen sich an diesem Abend vornehmlich als Zuhörer und „verschaffen sich Eindrücke”, wie Strauch eingangs erklärt. Das machen auch der Architekt der Planungsgruppe MWM, Jan Siebenmorgen, und der Kundencenter-Leiter Peter Ponthöfer (Vivawest).

Damit auch jeder im Raum versteht, um was es im Detail geht, haben Ute Fischer, Federide Demirci und Bernd Döveling vom DRK-Stadtteilbüro Übersetzerin Yurdagül Cibasmaz (türkisch) und Ahmed Amgoune (berberisch, arabisch) verpflichtet. Vera Zietsch stellt vor, was sich hinter der Aktiven Nachbarschaft verbirgt und welche Ziele man hat. Es habe „aktivierende Gespräche im Rahmen eines Zuhörprozesses gegeben, die zur Bildung der Gruppe geführt haben”. Daraus entwickelte sich die Konzentration auf zwei Themen, die da lauten „Verbesserungen für Kinder und Jugendliche” und „Verschönerung des Wohnumfeldes”.

Dies ist eingebettet in die Planungen des Projektes Soziale Stadt Setterich-Nord. Die Umsetzungen für den Bereich Westring, Bauhof, Pestalozzistraße und Umgebung sollen 2013 erfolgen. Die Moderation der Veranstaltung hat DRK-Stadtteilmanagerin Ute Fischer übernommen. Sie betont. „Wir lassen uns auf einen Prozess ein, der relativ ergebnisoffen ist. Denn die Finanzierungsgrundlage ist erst im Herbst klar.”

Was am Westring Sachstand ist und was dort passieren sollte, verdeutlichen Ait Sakour und Ait Hamid. Gemeinsam möchte man in Gruppen draußen sitzen, in Sichtweite der spielenden Kinder, auch bei Regen. Dort könne man Sitzmöglichkeiten für Gruppen zwischen den Häusern schaffen. Ansprechende Spielmöglichkeiten würden draußen fehlen, regen die Sprecher an, Spielplätze in Sichtnähe der Häuser zu installieren, einen Durchbruch zum Bauhof vorzunehmen. Dazu werden mehr Parkmöglichkeiten gesucht, eine Verkehrsberuhigung sowie eineSpielstraße angeregt. Die vorhandene Mauer solle weg, in häufigen Fällen werde auch die Nachtruhe nicht respektiert. Man wünscht sich weniger Müll und mehr Sicherheit im Umfeld.

Die Probleme an der Pestalozzi-straße sind ähnlich wie am Westring. Auch dort wird dringend eine Verkehrsberuhigung gefordert, der Müll müsse weg, die Beleuchtung solle verbessert werden, Möglichkeiten zum Fußballspielen fehlen. Geruchsbelästigungen, Gefahren für Kinder und Parkchaos bei Fußballspielen im Stadion sieht man an der Wolfsgasse. Weitere Themen sind eine bessere Anbindung der Buslinie 51 an Setterich, eine bessere Beleuchtung für den Burgpark oder die Belästigung durch Exkremente der Saatkrähen.

Warten auf Fördergelder

Fast eine Stunde lang tragen die fünf Redner der betroffenen Anwohner vor. Strauch, Meyer und Brunner schreiben fleißig mit. Peter Strauch sagt: „Viele Ihrer Probleme kennen wir. Dennoch ist es wichtig, dass wir weitere Planungsansätze haben.” Der Technische Beigeordnete betont: „All die Dinge, die Sie genannt haben, sollen ja passieren” - und weist auf das weitere Verfahren zur Erlangung von Fördermaßnahmen hin. Die Anträge seien im vergangenen Jahr gestellt worden, wegen der Auflösung des NRW-Landtags müsse aber auch Baesweiler jetzt erst einmal abwarten, was weiter passiert . . .
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert