Bürger und Politik wollen die Sauna in Kohlscheid retten

Von: tv
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Herzogenrath. Die Kohlscheider Sauna soll bleiben - dafür haben sich rund 400 Unterzeichner in einem Bürgerantrag an die Gremien der Stadt ausgesprochen.

Diesem Anliegen ist der Ausschuss für Bildung, Sport und Kultur nun gefolgt und spricht sich fraktionsübergreifend für den Erhalt der Sauna aus.

Den Initiatoren der Bürgeranregung, auch da waren sich die Ausschussmitglieder einig, gebühre großes Lob für ihren Einsatz. Es werde deutlich, so Dr. Manfred Fleckenstein (SPD), dass die Bürger an dieser Stelle eine Sauna zur Gesundheitsförderung wollen. Weniger begeistert zeigte er sich zur Finanzanalyse bezüglich der Sauna, die von der Verwaltung präsentiert wurde. Die einfache Formel „geringe Einnahmen bei höheren Ausgaben ergibt die Schließung” sei fantasielos.

Besonders die Ideen der Bürger, um den finanziellen Verlust der Sauna zu minimieren, hob Anne Fink (Grüne) positiv heraus. Das sei eine gute Vorarbeit für die Fraktionen. Auch die CDU-Fraktion ist geschlossen für den Erhalt der Anlage. Das Angebot müsse attraktiver gestaltet werden und mehr Werbung sei nötig, betonte Herbert Meyer.

Die Sauna in Kohlscheid zu halten sei auch ihr Ziel, so Christoph Pontzen von der FDP-Fraktion, es sei aber zu prüfen, inwieweit sich Wunsch und Realität im Rahmen der Haushaltsverhandlungen miteinander vereinbaren ließen. Über alternative Modelle, zum Beispiel die Sauna unter Bürgerregie, müsse nachgedacht werden.

Fest steht: sollte die Sauna in Kohlscheid bestehen bleiben, wird die Kommune Geld in die Hand nehmen müssen. Nach der Analyse der Verwaltung müssen die Sitz- und Liegeflächen im Schwitzraum erneuert werden. Nach einem Kostenvoranschlag belaufe sich die Investition auf etwa 20.000 Euro. Der Beschluss, die Verwaltung möge eine Konzeption zum Erhalt und zur Attraktivierung der Sauna erarbeiten, erging einstimmig.

Einstimmig hat der Ausschuss für Bildung, Sport und Kultur außerdem beschlossen, den DJK Elmar Kohlscheid beim Bau einer Anlaufbahn für Speerwurf und der Anschaffung von vier Sitzbänken für die Hochsprunganlage im Stadion an der Oststraße mit Mitteln aus der Sportpauschale zu unterstützen.

Beide Maßnahmen sollen mit 75 Prozent, insgesamt gut 4370 Euro, bezuschusst werden, sobald der Haushalt 2012 genehmigt wurde.
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