Bürger sollen Würselen liebenswert finden

Von: mabie
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Er will mehr: Christdemokrat Werner Birmanns ist nicht nur Erster Beigeordneter der Stadt Würselen, sondern auch Bürgermeisterkandidat seiner Partei. Foto: Markus Bienwald

Würselen. Einer „politischen“ Wahl hat sich Werner Birmanns noch nie gestellt. „Das ist für mich eine absolut neue Erfahrung“, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Dabei wirkt er ganz so, als würde es ihm eigentlich nichts ausmachen, schließlich hat er auf dem Gebiet „unpolitischer“ Wahlen schon eine ganze Menge Erfahrung gesammelt.

Vorsitzender der Jungen Union war er, was er bei dieser Aufzählung „unpolitischer“ Wahlämter wohl charmant ausklammert. Förderer der freien Jugendarbeit beispielsweise im Vorstand der SG Pley war er, und selbst als Karnevalsprinz kennt sich Birmanns aus. „Das war in der Session 1999/2000“, erinnert er sich mit strahlenden Augen zurück. Damals hatte ihn der Ausschuss Bardenberger Karneval gefragt. Er sagte „Ja“ und konnte später auch bei der Frage nach der Präsidentschaftskandidatur für die Karnevalisten nicht verneinen.

Also Öffentlichkeit ist er auch aus freiwilligem Antrieb gewohnt, und mit seiner Arbeit als Erster Beigeordneter der Stadt Würselen steht er ja auch das ein oder andere Mal im Fokus des Interesses. „Aber so im Mittelpunkt zu stehen, ist doch eine neue Rolle für mich“, sagt er lächelnd.

Dass der Gegenkandidat, Bürgermeister Arno Nelles (SPD), sein direkter Vorgesetzter ist, macht Christdemokrat Werner Birmanns nichts aus. „Wir haben uns versprochen, fair miteinander umzugehen“, sagt Kandidat Birmanns.

Mit 56 Jahren ist er der jüngste Anwärter auf das höchste Amt der Stadt, doch gestartet ist der Volljurist eigentlich mit dem Ziel, einmal eine eigene Anwaltskanzlei zu eröffnen. Dann kam eine Stelle bei der Stadt Aachen dazwischen, später eine Position bei der Industrie- und Handelskammer, wo er später zum Mitglied der Geschäftsführung aufstieg und für Wettbewerbsrecht zuständig war.

Seit August 2000 ist er Erster Beigeordneter der Düvelstadt, sieht seinen Verwaltungshintergrund als sehr wichtig an, wenn er auf seine Kandidatur blickt. „Wenn eine Verwaltung nicht funktioniert, dann funktioniert eine Stadt nicht“, weiß er. Einen Schritt weiterzugehen, als Bindeglied zwischen Lokalpolitik und Verwaltung zu fungieren, davor hat er gehörigen Respekt.

„Das ist eine Riesenaufgabe“, sagt er, der er sich vor einigen Jahren, als er schon einmal gefragt wurde, noch nicht stellen wollte. Jetzt sagte er aber „Ja“ und beschreibt seinen Arbeitsstil als teamorientiert. „Jeder Sachbearbeiter ist in seinem Gebiet der Spezialist“, sagt Birmanns. Und Führungsaufgaben könnten nur mit einem guten Team funktionieren. Viel vor der Brust habe die Stadt, das sieht er jetzt schon, denn als Stärkungspakt-Kommune kommen noch große Aufgaben auf Würselen zu. Vor allem durch nicht planbare Problemstellen, wie beispielsweise Reparaturen an öffentlichen Einrichtungen, könnte hier das sensible Produkt städtischer Haushalt gefährdet werden.

Werner Birmanns sieht sich in der Stadt tief verwurzelt, auch wenn er nicht zuletzt wegen seines Wahlkampfengagements die ehrenamtlichen Tätigkeiten stark zurückfahren musste. So weiß er, was künftig wichtig ist: der Kampf gegen eine sterbende Innenstadt, eine gute medizinische Versorgung, ein Stück mehr interkommunale Zusammenarbeit oder einfach durch viele auch kleinere Stellschrauben dafür zu sorgen, dass die Bürger ihre Stadt liebenswert finden. Als ausgeprägter Familienmensch mit zwei eigenen Kindern aus seiner Ehe und einem „Bonuskind“ seiner Lebensgefährtin sowie einem gemeinsamen Kind mit ihr wünscht er sich auch eine Zusammenarbeit der Politik zum Wohle der Stadt.

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