Alsdorf - Bürger in Alsdorf-Ost verlangen Schutz vor Regenmassen

Solo Star Wars Alden Ehrenreich Kino Freisteller

Bürger in Alsdorf-Ost verlangen Schutz vor Regenmassen

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
als-ost-4-sp
Uberschwemmungsopfer machen ihrem Ärger Luft: Bewohner der Siedlung Alsdorf-Ost sind am „Grünen Dreieck” zusammengekommen, um ihrer Tageszeitung über ihre Sorgen und Nöte zu berichten - im Gemenge auch Bürgermeisterkandidat Bernd Kirfel und Dietmar Brühl (FWA). Foto: Stüber

Alsdorf. Ihnen steht das Wasser bis zur Oberkante Unterlippe - und sie haben einen entsprechend „dicken Hals”. Es geht um Bewohner der Siedlung Ost, die binnen sechs Wochen gleich zweimal bei starken Regenfällen regelrecht „abgesoffen” sind, zuletzt am Freitag letzter Woche.

Eine dichte Menschentraube hat sich am „Grünen Dreieck” an der Kolberger und Königsberger Straße gebildet. Sie wollen gegenüber unserer Zeitung Dampf ablassen und ihren Sorgen und Nöten Ausdruck und Stimme verleihen.

Der Berichterstatter wird sogleich umringt - wohlwollend. Der Zorn richtet sich gegen die Stadt Alsdorf. Helmut Wenzel hatte bei der Lokalredaktion angerufen und seine Leidensgenossen aus der Nachbarschaft zusammengetrommelt.

Es sind Bürger dabei, die seit rund 50 Jahren schon in Alsdorf-Ost wohnen und die sagen, dass erst nach der „Kanalsanierung” in den Jahren 2002 massive Probleme durch Überschwemmungen aufgetreten sind.

Seinerzeit war das Zweikanalsystem (Niederschlags- und Abwasser getrennt) auf ein Einkanalsystem reduziert worden. Der konkrete Verdacht der Anwohner, wie sie etwa Helmut Steen formuliert: „Die Probleme begannen mit dieser so genannten Modernisierung.”

Die Betroffenen meinen: Der Querschnitt der Kanäle wurde zu klein gewählt, die Stadt spart durch die Reduzierung auf das Einkanalsystem Wartungs- sprich Spülkosten, die Hauptsammler können die Wassermengen gar nicht fassen und Kapazität an Regelrückhaltebecken fehlt.

„Jetzt dienen unsere Keller als Regenrückhaltebecken”, merkt Wenzel bitter an. Die Bürger, die seinerzeit kräftig bei der Sanierung des Kanalnetzes zur Kasse gebeten wurden, müssten nun die unzureichende Planung der Stadt im wahrsten Sinne des Wortes ausbaden.

Die Betroffenen wolle eine Bürgerversammlung organisieren und auch Vertreter der Stadt Alsdorf dazu einladen. Technischer Dezernent Harald Richter erklärte auf Anfrage unserer Zeitung, die Verwaltung werde auf das Angebot eingehen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert