Bücherbörse: Schmöker-Festival mit Schmankerln

Von: Stefan Klassen
Letzte Aktualisierung:
bücher_bu_aufm
Großer Andrang an den Büchertischen: Die Organisatoren der 7. Würselener Bücherbörse, die am 31. Januar im Alten Rathaus von 10 bis 17 Uhr geöffnet sein wird, rechnen mit mindestens einem ähnlichen Besucherzuspruch wie im vergangenen Jahr. Foto: Stefan Klassen

Würselen. Mehr Besucher, mehr Aussteller, mehr Bücher, immer mehr Erlös für den guten Zweck - die Bücherbörse im Alten Rathaus ist eine echte Erfolgsgeschichte. Das nächste Kapitel wollen die Organisatoren am nächsten Samstag, 31. Januar, schreiben.

Ganz vorneweg: Wilhelm Peters, der als Sportredakteur unserer Zeitung seit jeher eine besondere Beziehung zum gedruckten Wort pflegt.

Dass er nun bereits zum 7. Mal zusammen mit dem Kulturbüro die Bücherbörse ins Kulturzentrum an der Kaiserstraße bringt, liegt an seiner großen Liebe zum Schmökern und Stöbern und Sammeln.

Aus fast 50 Umzugskartons, prallgefüllt mit Druckwerken aller Art, besteht derzeit sein Fundus - gespendet von Lesern, Freunden, Bekannten.

Jede Menge Zeit investiert Peters in die Bücherbörse, besonders kurz vor dem Aufklappen der Tische im Alten Rathaus geht es „an Wochenenden und Feierabenden an die Bücherkartons”, wie er sagt. „Wilhelm Peters brennt für dieses Projekt. Es funktioniert nur durch seinen großartigen ehrenamtlichen Einsatz”, betont Sigrid Kerinnis vom Kulturbüro der Stadt Würselen.

Dabei ist es mit dem Büchersortieren nicht getan. Weil die Bücherbörse am kommenden Wochenende absehbar den bisherigen Rahmen sprengen wird, ist viel logistisches und organisatorisches Geschick nötig. Denn über das reine Verkaufen der Druckwerke - Peters kündigt ein „hochwertiges Angebot” an - gibt es wie auch in den Vorjahren gleich mehrere Extra-Schmankerl: Das liegt zum einen an Hans Wittl, Würselener Künstler und Architekt, der für den 31. Januar sein Archiv durchforstet.

„In meinem Atelier haben sich eine Menge Drucke meiner Bilder angesammelt, die ich signiere und zur Verfügung stelle.” Zum anderen werden Peters & Co. das Angebot detaillierter nach Themen und Sachgebieten ordnen als bisher.

Das soll den Schmökerfreunden - die Initiatoren rechnen mit bis zu 1800 Besuchern aus allen Teilen der Region - noch mehr Stöber-Spaß bringen. Als echte Delikatesse servieren die Veranstalter einen Sonderdruck mit 30 beeindruckenden Fotos auf 16 Seiten. „Aachen 1946” heißt das Druckwerk mit Motiven aus dem zerbombten Aachen. Einmalige Auflage: 100 Stück.

Die Büchertische werden am kommenden Samstag nicht nur besser geordnet sein. Peters kündigt ein Angebot an, „das noch breiter gefächert ist als in den Vorjahren”. Es reicht vom neuwertigen Taschenbuch über Literatur-Erstausgaben, aktuelle Werke bis hin zu einer interessanten Auswahl an Aachen-Büchern, darunter zahlreiche Jahrgänge der „Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins”. Darüber hinaus wird das Thema „Kunst” erstmals in einem eigenen Raum präsentiert. Peters: „Neben Büchern und Ausstellungskatalogen können dort auch einige Bilder - ausnahmslos Originale (unter anderem Lithografien, Holzschnitte, Aquarelle) verschiedener Künstler - erworben werden.

Apropos Geld: Der gesamte Erlös der 7. Bücherbörse wird über die Hilfsaktion unserer Zeitung „Menschen helfen Menschen” in den Dienst der guten Sache gestellt. Im vergangenen Jahr kamen bei der Veranstaltung im Alten Rathaus 3500 Euro zusammen, die „Menschen helfen Menschen” auf 5000 Euro aufstockte. Sämtliche Einnahmen aus der diesjährigen Bücherbörse - Standgebühren (zwölf Euro pro Meter), Verkauf der Wittl-Drucke und Bücher aus dem Peters-Fundus - gehen zu 100 Prozent an die Hilfsaktion. Eine gute Sache, bei der auch die Bücherfreunde profitieren, wie Wilhelm Peters betont: Er jedenfalls bietet seine guten Stücke zu einem Preis an, „der nur rund 30 Prozent des Handelspreises beträgt”.

Als Höhepunkt etabliert

Dass sich die Bücherbörse mittlerweile als einer der kulturellen Höhepunkte nicht nur im Würselener Jahreskalender etabliert habe, betont Bürgermeister Werner Breuer als Schirmherr des Schmöker-Festes. Er spricht von einem „Anziehungspunkt nicht nur für Menschen aus Würselen und Aachen, sondern aus der ganzen Region”. Die Erfolgsgeschichte der Veranstaltung habe sich bei der Premiere im Jahr 2003 niemand der Verantwortlichen vorstellen können. „Wir haben damals allenfalls gehofft, dass sich die Bücherbörse einmal so entwickeln würde.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert