Brühl und Bast bekommen FWA-Bürgerpreis

Von: mas
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Gratulation an die Mutter: Die
Gratulation an die Mutter: Dietmar Brühl war stolz, im Auftrag der FWA seiner Mutter Josefine den Bürgerpreis überreichen zu dürfen. Robert Pelzer (rechts) tat es ihm gleich und beglückte Rudolf Bast mit dem Preis. Links FWA-Vorsitzender Otmar Müller. Foto: Sigi Malinowski

Alsdorf. Josefine Brühl mag für viele Menschen - auch außerhalb ihrer Familie - so etwas wie eine Mutter sein. Darauf ist ihr Sohn Dietmar noch nicht mal im Ansatz eifersüchtig. Ganz im Gegenteil.

Dietmar Brühl, Fraktionsvorsitzender der Freien Wählergemeinschaft Alsdorf, freut sich, dass seine 76-jährige Mutter eine „Heldin des Alltags” ist. Denn Josefine Brühl dient tagaus und tagein Menschen unentgeltlich wie ehrenamtlich. Dieses außergewöhnlich soziale Engagement würdigte die FWA mit dem Bürgerpreis.

Zum vierten Mal vergab die knapp 80 Mitglieder zählende Gemeinschaft die Auszeichnung. Diesmal „traf” es gleich zwei Alsdorfer Bürger, die ein Herz für den Nächsten haben. Auch der langjährige Chef des Gymnasiums und jetzige Vorsitzende des Alsdorfer Geschichtsvereins, Rudolf Bast, erhielt die Skulptur.

Die Bürgerpreise wurden in der Alsdorfer Stadthalle übergeben. Dem feierlichen Rahmen schloss sich auch Bürgermeister Alfred Sonders an, der beiden Preisträgern nach Dietmar Brühl und dem FWA-Vorsitzenden Otmar Müller gratulierte.

Vor der Vergabe - Josefine Brühl war völlig überrascht und wusste von nichts - zitierte Laudator Dietmar Brühl Wilhelm Busch: „Willst Du froh und glücklich leben, lass kein Ehrenamt Dir geben . . .”. Ehrenamt bedeutet „Arbeit, manchmal auch Mühe und Plage und Verzicht auf Freizeit und Familienleben”, hielt Dietmar Brühl fest.

Aber was wäre, wenn es keine Ehrenamtler mehr geben würde, fragte der Laudator. Er lieferte die Antwort gleich mit: „Unsere Gesellschaft wäre ärmer und kälter.” Die Bescheidenheit von Josefine Brühl beschrieb der Sohnemann so: „Sie sagt immer, sie mache doch gar nichts Besonderes.”

Das sah die Findungskommission, die die Preisträger festgelegt hatte, völlig anders. AWO, Caritas, Mariadorfer Mittagstisch und anderen Einrichtungen dient Josefine Brühl völlig selbstlos. Und nebenher kümmert sie sich um eine betagte Frau in einem Hoengener Altenheim. Die Skulptur der Künstlerin Luise Kött-Gärtner und ein Küsschen des Sohnes waren die Belohnung.

Die Laudatio für Rudi Bast hielt der Mariadorfer Robert Pelzer. Er skizzierte den beruflichen Lebensweg Basts. Der Oberstudiendirektor „war gerne Lehrer, aber er hat auch noch ein zweites Ass im Ärmel”, bemerkte Pelzer. Die Liebe zur Geschichte ist es. Seit 32 Jahren ist Rudolf Bast Vorsitzender des Geschichtsvereins Alsdorf.

Wie sehr sich Bast für die Vereine und die darin tätigen Menschen engagiere, werde auch dadurch deutlich, dass er viele Jahre im Kirchenvorstand St. Castor war, dem Karneval als Mitglied des Festausschusses zugetan ist und sich auch mit der städtischen Denkmalpflege gern befasst. Auch das Bastsche Engagement im Arbeitskreis „Wider das Vergessen” sei ein Grund, ihm den Bürgerpreis zu überreichen, sagte Pelzer.

Bürgermeister beeindruckt

Auf beide Preisträger ist die Stadt Alsdorf stolz. Das unterstrichen nicht nur die FWA-Offiziellen. Auch Alfred Sonders betonte das ausdrücklich.
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