Alsdorf - Brücke über die A44: Droht Alsdorf das nächste Verkehrschaos?

Brücke über die A44: Droht Alsdorf das nächste Verkehrschaos?

Von: Verena Müller
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Vorbereitende Maßnahmen: Die Brücke über der A44 zwischen Mariadorfer Dreieck und Warden muss komplett saniert werden. Und wird dafür aber der übernächsten Woche komplett gesperrt. Bis voraussichtlich Mitte Juni. Foto: Verena Müller

Alsdorf. Die nächste Großbaustelle mit Umleitungen und nicht auszuschließenden Staus steht Alsdorf und Umgebung ins Haus: Die Brücke über die A44 zwischen Mariadorfer Dreieck und Warden muss umfangreich saniert werden. Das teilte die Stadt Alsdorf unserer Zeitung mit.

Der Baulastträger, der Landesbetrieb Straßen NRW stellvertretend für den Bund, hat davon bislang nichts verlautbaren lassen, obwohl die Baufirma bereits begonnen hat, erteilte aber auf Nachfrage unserer Zeitung Auskunft: Der Startschuss fällt demnach am kommenden Montag, 27. Februar.

In Abstimmung mit der Stadt Alsdorf sollen aber zuerst die Arbeiten an der Aachener Straße abgeschlossen werden: Von der Jülicher Straße aus kommend in Richtung Broichweiden wird die Aufstellungsspur verlängert. Solange ruht noch die Baustelle an der Brücke.

Die Hauptarbeiten finden dann auf dem Bauwerk statt. Rad- und Gehwege sind in desolatem Zustand, zum Teil sind größere Betonstücke rausgebrochen. Das ist nicht nur unschön, sondern auch eine Unfallgefahr, zumal der Abschnitt nicht gut beleuchtet ist. Auch die Fahrbahn hat stark gelitten, hier ist ein Austausch vorgesehen.

Zunächst sollen nur die Fußgänger- und Radwege gesperrt, ab dem 6. März, also eine Woche später, dann der Abschnitt auf der Eschweiler Straße (K10) vollgesperrt werden.

Voraussichtliches Ende: Mitte Juni. „Im Rahmen der Gesamtinstandsetzung, die voraussichtlich rund eine Million Euro kosten wird, werden die Kappen – also die aufgesetzten Betonelemente, auf denen Rad- und Gehwege verlaufen – ersetzt, die Brückenabdichtung erneuert, es findet eine Betonsanierung statt, die Leitplanken werden oben auf der Brücke und unten an der Autobahn ausgetauscht, der Fahrbahnbelag und die Wege werden erneuert, ebenso die Entwässerung und die Treppen“, sagt René Derichs von der Bauüberwachung des Landesbetriebs Straßen NRW. Verkürzt könnte man sagen: Nur die Fundamente bleiben.

Seit Montag laufen die Vorbereitungen: Die Fußgänger- und Radwege sind in der Breite reduziert, und es werden Hängegerüste montiert. Von ihnen aus wird ein Teil der Arbeiten ausgeführt.

Während der Verkehr auf der Brücke vollständig zum Erliegen kommt, soll er unter der Brücke weiterfließen. In beide Fahrtrichtungen – Aachen und Düsseldorf – auf zwei Spuren. Diese sollen lediglich verengt und das Tempolimit reduziert werden, wie Straßen NRW weiter mitteilte. „Höchstens außerhalb der Verkehrsspitzen, also am Wochenende oder zwischen 9 und 15 Uhr, wird gegebenenfalls auf einspurig begrenzt“, sagt Derichs.

Für Autofahrer heißt das in der Konsequenz, zwischen Mariadorf und Warden größere Umwege in Kauf nehmen zu müssen. „Wir werden ab der Mülldeponie umleiten“, sagt der Erste Beigeordnete der Stadt Alsdorf, Ralf Kahlen und meint damit eigentlich den Straßenbetrieb. Aber die Stadt habe sich Mitsprache ausbedungen. Nach der katastrophalen Baustellen- und Umleitungseinrichtung im Rahmen der Großbaustelle Luisenstraße/Kurt-Koblitz-Ring kein Wunder.

Die Nebenstraßen sollen außerdem nur noch für den Anliegerverkehr freigegeben werden. „Sorgen bereitet uns der Kreuzungsbereich im Mariadorfer Dreieck und die Umgehung nach Hoengen“, sagt Kahlen. Bei letzterer ist die Linksabbiegespur recht kurz, der Verkehr könnte sich auf der Geradeaus-Spur zurückstauen – was auch eine Unfallgefahr darstellen könnte, da auf der Landstraße recht zügig gefahren wird.

Mitte Juni sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Viel Puffer bis zur Tour de France, die durch Alsdorf verläuft, bleibt also nicht. „Wir rechnen nicht mit Behinderungen“, sagt Derichs. „Wir haben die Tour de France auf dem Schirm.“

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