Würselen - Broichweidener Vereine werben für ihr „rundes Konzept“

Broichweidener Vereine werben für ihr „rundes Konzept“

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Rücken zusammen: (v.l.): Manfred Engelhoven, (2. Vorsitzender DJK Westwacht), Mario Holste (Vorstand HSG Würselen und VfL Bardenberg), Josef Kuck (Vorsitzender DJK Westwacht Weiden), Uwe Strüver (Vorsitzender KV Hölze Päed), Joachim Jagow (Vorsitzender JFV Broichweiden), Andreas Glindmeyer (Vorsitzender Weidener Jungenspiel), Helga Sturm (Vorsitzende TV Weiden), Marcus Schwartz (Jugendgeschäftsführer VfL Linden-Neusen), Gerd Schicke (2. Vorsitzender Teutonia Weiden). Foto: Markus Roß

Würselen. Vertreter des Konzeptes für die Broichweidener Sport- und Versammlungsstätten beziehen in der sich zuspitzenden Diskussion um die Würselener Sportlandschaft Stellung. Hier rücken die sport- und kulturtreibenden Vereine Teutonia Weiden, VfR Linden-Neusen, JFV Broichweiden, TV Weiden, DJK Westwacht Weiden, HSG Würselen, KV Hölze Päed und das Weidener Jungenspiel eng zusammen.

Das machen sie im Interview mit Markus Roß deutlich. Die Entscheidung trifft der Stadtrat am Dienstag, 11. Juli, 18 Uhr, in der Mehrzweckhalle An Wilhelmstein.

Was sind die Eckpunkte des Broichweidener Konzeptes im Hinblick auf den Handballsport in Würselen? Wie sind Breitensport und Basketball darin berücksichtigt?

Sturm: Mit dem Umbau der Sporthalle an der Parkstraße zu einer Turnhalle und zu einer Versammlungsstätte, können wir unsere Angebote für zeitgemäßen breitensportlichen wie auch behindertengerechten Sport deutlich verbessern.

Dem Basketballsport können wir durch die geplante neue Dreifachhalle zu wettkampfgemäßen Spielfeldern verhelfen, die in Würselener Sporthallen bislang fehlen. Für die beiden Handballvereine TV Weiden und Westwacht Weiden sowie für die Handball-Jugend-Spielgemeinschaft HSG Würselen (inklusive zusätzlich VfL Bardenberg und TV Scherberg) hat der Bau der neuen Dreifachsporthalle sowie eines Umkleide- und Sanitärtraktes auf dem Tennenplatz unmittelbar neben der alten Sporthalle an der Parkstraße absolute Priorität.

Wir spielen mit unseren Senioren- wie auch Jugendmannschaften im Handball auf hohem Niveau. Wir brauchen deshalb die neue Sporthalle. Außerdem ist Handball das sportliche Aushängeschild der Stadt. In Weiden kann nach unserem Gesamtkonzept ein für ganz Würselen repräsentatives Sportzentrum entstehen.

Welcher Stellenwert wird in dem Broichweidener Konzept dem Fußballsport eingeräumt?

Schicke: Mit der Bereitschaft von Teutonia Weiden, den Tennenplatz zur Bebauung für eine neue Sporthalle freizugeben, haben wir die Weidener Gesamtlösung erst ermöglicht. Wir sind sehr froh, dass wir in dem Konzept als gleichwertiger Partner gesehen werden. Für unsere Belange setzen sich die anderen Sport- und Kulturvereine mit geballter Kraft ein.

Und seit wir mit dem VfR Linden-Neusen und dem JFV Broichweiden eine Kooperationsvereinbarung getroffen haben zur gleichrangigen Nutzung des Rasenplatzes am Helleter Feldchen und einem in Linden-Neusen zu schaffenden Kunstrasenplatz, sind wir als Vereinsgemeinschaft noch größer und stärker geworden. Zusätzlich möchte ich darauf hinweisen, dass der Rasenplatz am Helleter Feldchen nicht nur uns, sondern auch allen anderen Vereinen zur Verfügung steht.

Würde er bebaut, stünde zudem unserer Grundschule keine Außensportstätte mehr in Weiden zur Verfügung. Unser Gesamtkonzept für Sport, Kultur, Brauchtum und Schule ist absolut rund, in sich schlüssig und unabhängig vom Sportpark am Aquana zu bewerten.

Bangen die kulturtreibenden Vereine in Broichweiden um ihre Zukunft?

Strüver: Für Weiden und Linden-Neusen gibt es nur das Pfarrheim St. Lucia als größere Versammlungsstätte, das aber von der Pfarrei St. Sebastian bald geschlossen wird. Ohne dieses Haus wären wir heimatlos und hätten keine Möglichkeit mehr, unsere Veranstaltungen durchzuführen. Das würde für uns das unweigerliche Aus bedeuten.

Insofern sind wir sehr froh, dass wir in dem Konzept der Vereinsgemeinschaft Berücksichtigung gefunden haben. Durch die Halle entsteht Raum für Veranstaltungen der Hölze Päed, für andere kulturelle Veranstaltungen und auch für das Weidener Jungenspiel als Ersatz für die wegfallende Turnhalle und den Marktplatz in Weiden. Das Konzept denkt also über den Handball- und Fußballsport hinaus und bietet auch der Kultur und dem Brauchtum eine sehr gute Zukunftsperspektive.

Das Sportstättenkonzept der Stadt Würselen verquickt das Broichweidener „Gesamtpaket“ mit dem Sportpark am Aquana. Offenkundig kommen auf diese Weise beide Projekte nicht voran.

Kuck: Seit die Teutonia ihren Wunsch nach Trainingsmöglichkeiten am Sportpark Aquana durch den Kooperationsvertrag aufgeben konnte, gibt es keine inhaltlich-sportliche Verbindung mehr zwischen den beiden Projekten. Insofern könnten die konzeptionellen Überlegungen für Broichweiden sofort in die Tat umgesetzt werden, dies vor allem deshalb, weil wir durch einen Stufenplan den Weg gewiesen haben, dass das Projekt schrittweise und fast ohne Entfall von Trainings- und Wettkampfbetrieb umzusetzen ist.

Für Würselen-Mitte ist auch eine sehr gute Lösung in Sicht: mit einer abgespeckten Version des Sportparks am Aquana mit nur noch einem Kunstrasenplatz sowie der Leichtathletik-Kampfbahn eröffnen sich neue Möglichkeiten. In dem Sportpark könnten dann DJK Armada und Rhenania Würselen eine neue und zukunftsfähige Heimat finden. Und weil für den verkleinerten Sportpark keine zusätzlichen Flächen mehr hinzugekauft werden müssen und ein Kunstrasenplatz dort nicht gebaut werden muss, kann das Drischfeld für den Ganzjahresbetrieb ertüchtigt werden.

Damit wäre auch dem VfR Würselen geholfen, der seinen Aschenplatz bekanntlich für den Neubau der Gesamtschule hergeben muss. Für die Würselener Schulen bieten die Kampfbahn am Aquana und der Sportplatz am Helleter Feldchen wichtige Außensportstätten.

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