Broichweiden: Eine neue Brücke über die K30

Von: Karl Stüber
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„Zur Gefahrenabwehr“ vor knapp zwei Jahren demontiert: Die ehemalige Holzbrücke über die K30 wird endlich ersetzt. Der Technik- und Bauausschuss der Stadt Würselen beauftragte jetzt die Verwaltung, den Ersatz durch einen Aluminiumbrücke im Detail zu planen. Foto: Sevenich

Würselen. Na endlich! Die für eine sichere Überquerung der Kreisstraße 30 in Würselen durch Fußgänger und Radfahrer so wichtige Brücke zwischen Dobach/St. Jobs und Broichweiden wird neu gebaut. Das Vorgängermodell – eine Konstruktion aus Holz – hatte vor knapp zwei Jahren demontiert werden müssen, weil ein Lkw gegen die Konstruktion gefahren und die Brücke ohnehin in keinem guten Zustand mehr war.

Seitdem war der überörtliche Radweg Bardenberg-Morsbach-Würselener Wald, der wiederum mit dem Bahntrassenradweg Aachen-Jülich verknüpft ist, an dieser Stelle unterbrochen und zwang die Radler zur Umfahrung.

Kein Zuschuss möglich

Der Technik- und Bauausschuss gab der Stadtverwaltung grünes Licht, auf Basis des Entwurfs die Ausführung genau zu planen und die Auftragsvergabe vorzubereiten. Da es sich um einen „Ersatzmaßnahme“ handelt, kann der Bau nicht finanziell gefördert werden, ergab eine Anfrage bei der Bezirksregierung Köln. Also muss die Stadt die Investition in Höhe von erwarteten 247.000 Euro aus eigener Kraft stemmen.

Heinz Dautzenberg, der im vergangenen Jahr eine Unterschriftenliste für den schnellen Ersatz initiiert hatte, appellierte in der den Beratungen vorausgehenden Fragestunde für Einwohner an die Ausschussmitglieder, das Projekt zu befürworten und das notwendige Geld aufzubringen. Dautzenberg hatte schon bei Abgabe der Unterschriftenliste die Dringlichkeit ausgiebig begründet. Gerade für Kinder der angrenzenden Stadtteile sei es sehr gefährlich, die Hauptstraße nutzen zu müssen. Zudem werde die Nahversorgung der Anlieger beeinträchtigt.

Die „wartungsarme“ Aluminiumkonstruktion wird 34,5 Meter lang und 2,84 breit sein. Mit einer rutschfesten Beschichtung sollen Stürze verhindert werden, so dass ein sichereres Überqueren bei Regen, Schnee und Eis gewährleistet werden kann, so die Stadtverwaltung. Dennoch muss die Brücke sicherheitshalber in den Streuplan des Winterdienstes aufgenommen werden, wobei allerdings nur Granulat und kein Salz gestreut werden darf.

Die Fundamente der Vorgängerkonstruktion – eine Bogenbrücke – existieren zwar noch, müssen aber neuen weichen, weil sie zu der nun gewählten geraden Form nicht mehr passen, machte Erster und Technischer Beigeordneter Till von Hoegen deutlich. Die Brücke soll Ende April fertiggestellt sein, lautet jedenfalls der Zeitplan.

Klaffte bislang in der Finanzierung eine Lücke von 82.000 Euro, so kann diese nun aus anderen Töpfen des Haushalts gedeckt werden. Andere Baumaßnahmen blieben bei der Ausschreibung und Auftragsvergabe unter den „befürchteten“ Kosten. Die von Theo Scherberich (UWG) ins Spiel gebrachte Vermietung von Werbeflächen an der neuen Brücke, um zur Finanzierung beizutragen, soll später einmal grundsätzlich diskutiert werden.

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