Alsdorf - Broichbachtal: Wie aus einer Weide ein Feuchtbiotop wird

Broichbachtal: Wie aus einer Weide ein Feuchtbiotop wird

Von: Stefan Schaum
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Einmaliges Betreten: Nur für
Einmaliges Betreten: Nur für den Fototermin wagen sich Helmut Meurer, Franz-Josef Emundts (beide BUND), Bürgermeister Alfred Sonders, Landwirt Leo Mertens sowie Eleonore Prömpers vom Fachgebiet Umwelt in Alsdorf und Udo Thorwesten von der Städteregion Aachen (v.l.) in das Feuchtbiotop hinein. Foto: Stefan Schaum/Stock

Alsdorf. Womöglich kommt irgendwann sogar der Biber und macht es sich bequem. Oder der Eisvogel. Kröten und Frösche dürften aber die ersten sein, die das neue Feuchtbiotop im Broichbachtal als feinen Lebensraum für sich entdecken. Ein Bagger hatte dafür gesorgt, dass eine ehemalige Wiese nun zum Paradies für Amphibien wird.

Die Stadt Alsdorf hatte die gut 3800 Quadratmeter große, zwischen dem Damm der ehemaligen Bahnlinie und der Broicher Mühle gelegene Weide vor einigen Monaten gekauft. Und Helmut Meurer von der Kreisgruppe Aachen-Land des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hatte gleich die passende Idee zur Nutzung parat. „Das Gelände eignete sich einfach ideal, um daraus ein Feuchtbiotop zu machen”, sagt er.

Bei Bürgermeister Alfred Sonders erntete er prompt Zustimmung. „Hier ließen sich Ökologie und Ökonomie ideal verbinden”, sagt Sonders. Soll heißen: Es war recht preiswert, die Weide so umzugestalten, dass Tier- und Pflanzenwelt sich künftig ungestört entfalten können. Den nötigen Bagger steuerte die Untere Landschaftsbehörde bei. „Wir haben hier lediglich die Strukturen geschaffen”, betont Udo Thorwesten seitens der Städteregion Aachen.

Hier wurde ein Stück Erdreich abgetragen, dort wurde es wieder aufgetürmt. Die gesamte Masse blieb auf dem Gelände, das von einer ebenen Fläche zur hügeligen Landschaft geworden ist. Der untere Teil ist zu einer Art Teich geworden, der auf natürliche Weise moderig wird. Landwirt Theo Mertens sorgt für den nötigen Wasserzulauf, in dem er einen Teichüberlauf aus seinem Gelände in das neue Biotop umleitet.

Für Kröten und Frösche ist die Feuchtwiese ein willkommenes Zuhause. Auch Kleinfische sollen dort leben und zur Nahrung für Eisvögel werden, die sich in den Steilufern einnisten können. Es kommt jedenfalls, wie es kommt, betont Thorwesten: „Wir siedeln hier keine Tiere an, das nimmt alles einen ganz natürlich Lauf.” Nur einer soll dort nicht herumlaufen: der Mensch.

Mit großen Hecken ist das Gebiet gesäumt. Nur an zwei Punkten können Wanderer einen Blick erhaschen. Damit die Natur Ruhe hat. Und zum Umherwandern wäre es in diesem Feuchtbiotop ohnehin viel zu matschig.
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