Brandanschlag: Paar wegen Mordversuchs verhaftet

Von: red/pol/dpa
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Der 19-Jährige und seine 26-jährige Freundin gingen nach ihrer Festnahme direkt in Haft.

Herzogenrath. Weil sie sich durch den Verflossenen in ihrer Ehre gekränkt sah, soll eine junge Frau mit ihrem Neuen einen Brandanschlag im Herzogenrather Stadtteil Merkstein verübt haben. Eine Ermittlungsrichterin schickte den 19-Jährigen und seine 26-jährige Freundin jetzt wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft.

Am 3. Mai, gegen 0.50 Uhr, hatte die Hausfront des Einfamilienhauses in der Christopher-Derichs-Straße gebrannt. In dem Haus wohnt eine vierköpfige Familie. Einer der Hausbewohner hatte zur Tatzeit noch nicht geschlafen. Er bemerkte die Flammen, rief die Feuerwehr und versuchte, das Feuer bis zu deren Eintreffen eigenhändig zu löschen. Er konnte so verhindern, dass die Flammen auf andere Gebäudeteile übergriffen. Verletzt wurde am Ende niemand.

Noch in der Nacht hatte die Kripo die Ermittlungen aufgenommen. Schnell richtete sich der Verdacht gegen die 26-Jährige. Sie ist nach Polizeiangaben die Ex-Freundin eines Hausbewohners. Wie die Polizei Aachen am Donnerstag mitteilte, habe sich die Frau nach Ende der Beziehung durch Aussagen ihres Verflossenen „in ihrer Ehre verletzt“ gefühlt. Zusammen mit ihrem neuen 19-jährigen Freund fasste sie daraufhin den verhängnisvollen Plan.

Wie die Ermittlungen ergaben, warfen beide in der Nacht einen Molotowcocktail gegen das Haus. Bereits Wochen vor der Tat war es im Umfeld der Familie zu Sachbeschädigungen und Farbsprühereien mit beleidigenden Inhalten gekommen. Auch sie gingen offenbar auf das Konto der zwei Inhaftierten. „Die 26-Jährige ist geständig; ihr Freund weniger“, sagte ein Sprecher der Aachener Polizei. Beide gingen nach ihrer Festnahme sofort in Haft.

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