Börsenfest: Kreatives Potenzial der Menschen wecken

Von: Nina Krüsmann
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Börsenfest im Gebrauchtwarenhaus: Auch beim Malen mit Barbara Mertens (hinten rechts) ging es kreativ und bunt zu. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Aus Alt mach Neu: Beim Börsenfest mit Praxisworkshops im Gebrauchtwarenkaufhaus Patchwork lernten die Besucher, wie man aus gebrauchten Gegenständen im Handumdrehen eine hübsche Geschenkidee zaubern kann. Conny Finken aus Merkstein etwa zeigte vor vielen Interessierten, wie man mit farbigen Glasstäben und Millefiori am Brenner das Glas zum Schmelzen bringt und jeden heißen Tropfen an dem speziellen Stäbchen aufwickelt. Jede fertige Glasperle ist ein Unikat „made in Herzogenrath“.

Gemeinsam mit den Kooperationspartnern Nell-Breuning-Haus in Herzogenrath, dem KAB-Bezirksverband Aachen-Land, dem Förderverein Arbeit, Umwelt und Kultur in der Region Aachen e.V., dem Bildungswerk der KAB der Diözese Aachen und Künstlern aus dem Klösterchen hatte Patchwork im vergangenen Jahr an den Eigensinn aller Menschen appelliert und ein Experiment gewagt. Das kreative Potenzial, das in jedem Menschen schlummert, sollte geweckt werden. Dabei entstanden prima Ergebnisse.

Was 2012 an nur einem Tag schöpferisch hergestellt wurde, war mehr als beeindruckend und hatte die Veranstalter motiviert, den eingeschlagenen Weg auch in diesem Jahr fortzusetzen. „AllerHAND“ hieß die Hauptüberschrift dieses Mal, und damit wollen die Patchworker und ihre Mitstreiter zum Ausdruck bringen, dass es auch jetzt wieder um alles Mögliche geht, was unsere Hände gestalten und schaffen können. Die Veranstaltung war auch Teil der Solidaritätskollekte für Arbeitslose im Bistum Aachen.

Unter dem Motto „Aufgemöbelt – aus Alt wird Neu“ zeigten Patchwork-Mitarbeiter, wie man alte und unscheinbare Möbel und Wohnaccessoires mit Pinsel, Acrylfarben und Werkzeug sowie ganz viel Fantasie wieder zum Glänzen bringt.

Bei einem Foto-Workshop setzten Winfried Giesbertz und Ludwina Hupfauer das Ziel, mit der eigenen Kamera den Blick zu schärfen und Details zu entdecken. Nach einer kurzen Einführung durfte sich jeder auf dem „Börsenfest“ umsehen und nach Herzenslust Motive festhalten. Später hatten die Teilnehmer in einem zweiten Kurs die Aufgabe, eigene Fotos zu einer interessanten Präsentation zusammen zu stellen. Hierzu konnten auch Fotos vom Vormittag vor Ort verwendet werden. Im Laufe des Tages wurden die Ergebnisse den anderen Gästen präsentiert.

Eine Modenschau mit Second-Hand-Kleidung, ein Malkurs mit Barbara Mertens, „ReCyling“-Workshops rund ums Fahrrad, ein Pannenhilfe-Kurs sowie ein gemeinsames Mittagessen, organisiert von Tellerrand e.V. der Pfarre St. Josef, rundeten das Programm ab. Motto dabei: Gegen die zunehmende gesellschaftliche Vereinsamung beim Essen. Das Ende des Essens muss nicht zwangsläufig das Ende der Kommunikation bedeuten.

Und nach mehr als sechs Stunden voller kreativer Schaffenskraft waren sich alle einig: Allerhand, was wieder Schönes entstanden ist – made in Herzogenrath eben.

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