Bodo Rüttens Bilder im Nell-Breuning-Haus zu sehen

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
bodo_bu
Künstler Bodo Rütten mit seinem Bild, das die absurde Situation eines Stiers samt Kaninchen im Schnee zeigt. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Landschaften und Stillleben zwischen Normalität, Fantasie und Absurdität: Die diesjährige Frühjahrsausstellung im Nell-Breuning-Haus zeigt mit „Bilder vom Land” eine Auswahl aus dem umfassenden malerischen Werk des Künstlers Bodo Rütten.

Es sind insgesamt 29 Bilder von ganz besonders starkem Ausdruck, die im Rahmen der Ausstellungsreihe „Künstler der Euregio stellen sich vor” zu sehen sind. „Wir wollen mit dieser neuen Reihe die Kunst in unser Haus holen, Kontakte zwischen Künstlern und Menschen schaffen”, sagt Leo Jansen, Geschäftsführer des Nell-Breuning-Hauses.

„Rüttens Bilder haben eine besondere Note, einen absoluten Wiedererkennungswert”, ist Jansen überzeugt: „Da stolpert man positiv drüber.” Sie erzeugen beim Betrachter sowohl Zuspruch als auch Irritationen, stellen Fallen und geben oftmals Rätsel auf.

Die ohne jede Verfremdung gemalten Landschaften erscheinen vertraut, so dass man sich darin wieder findet. Als magisch, realistisch oder sogar fotorealistisch werden die Werke deshalb bisweilen bezeichnet. „Ich will mich aber nicht gern in eine Schublade stecken lassen”, betont der Künstler.

Auf den ersten Blick scheint alles völlig eindeutig zu sein. Für das Auge ist dies angenehm, da es nicht überfordert wird. Auf den zweiten Blick allerdings, wenn man genauer hinsieht, schleicht sich ein Hauch Ironie in die Darstellung ein. „Auch die scheinbar einfachen Bilder widersetzen sich dem, was man auf den ersten Blick hin zu sehen gemeint hat”, findet Jansen.

Rüttens bevorzugte Motive sind Landschaften, darunter viele Eifel-Bilder, und Stillleben, worin sich häufig Elemente und Bezüge zum Surrealismus befinden. Rüttens Bilder sind nämlich nicht nur bloße Arrangements von Objekten und Szenen, sie erzählen vielmehr kleine Geschichten, die dazu einladen, sich und die Welt zu hinterfragen. So wie das absurd anmutende Bildnis einer Eisenbahn mitten in der Wüste oder die Darstellung eines Stiers samt Kaninchen in einer verschneiten Landschaft. „Ich habe ein Faible für das Absurde”, gibt Rütten schmunzelnd zu.

Der 1944 in Holzminden an der Weser geborene Rütten war zunächst alles andere als kreativ. Er hat Chemie und Ingenieurwissenschaft studiert. Seit 1970 beschäftigt er sich aber nur noch mit der Malerei. Zahlreiche Einzel-Ausstellungen im Dreiländereck und darüber hinaus dokumentieren sein künstlerisches Schaffen mit großem Erfolg.

Heute lebt und arbeitet der Künstler in Aachen und im belgischen Reuland.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert