„BOB” hilft bei Zukunftsplanung

Von: lo
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Kompetente Berufsberatung: Jutta Hofmann (r.) und Uschi Motter-Johnen (2.v.r.) beraten die Schüler des HGG in Berufsfragen. Im Gespräch sind sie mit Matthias und Katharina Bach. Foto: Lars Odenkirchen

Würselen. Die Frage der Berufswahl ist für jeden Abiturienten von ganz zentraler Bedeutung. Um dem noch besser gerecht werden zu können, gibt es ab sofort am Heilig-Geist-Gymnasium (HGG) eine Anlaufstelle.

Mit dem Berufsberatungsbüro (BOB) haben Schülerinnen und Schüler des HGG von nun an eine feste Einrichtung, um Hilfe bei dieser schwierigen Entscheidung zu erhalten.

„Es war schon lange unser Wunsch, eine feste Räumlichkeit für unsere Berufsberatung zu haben. Dieser Wunsch ist nun in Erfüllung gegangen”, freut sich Lehrerin Uschi Motter-Johnen, die am HGG mit für die Berufsberatung zuständig ist.

Möglich wurde dies dank der erfolgreichen Bewerbung im Rahmen des Projektes „Zukunft fördern - vertiefte Berufsorientierung gestalten”, das das Schulministerium des Landes NRW gemeinsam mit der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit finanziert hat. Mit der Räumlichkeit allein ist es aber natürlich nicht getan, wie Uschi Motter-Johnen weiß: „Der Raum wäre nur ein Ausstellungsort, wenn er nicht für rege Gespräche genutzt würde.”

Sorgen um mangelnde Nachfrage machen sich die Lehrerin und ihre Kollegin Jutta Hofmann indes nicht: Schon vor der Einweihung des BOB gab es am HGG verschiedene Seminare und Beratungsangebote, die auf reges Interesse in der Schülerschaft stießen.

Etwa beim Abiturienten Matthias Bach, der im vergangenen Schuljahr am Seminar „Fit for Study” teilgenommen hat. „Man kommt so in eine Richtung, an die man vielleicht vorher gar nicht gedacht hat”, erklärt Bach, „es ist sehr hilfreich, die Infos so auf dem Silbertablett serviert zu bekommen.” Auch seine Schwester, die Zwölftklässlerin Katharina, ist von den Angeboten des HGG sehr angetan: „Man lernt dabei hilfreiches Handwerkszeug, etwa etwas zu strukturieren und dann auch gut rüberzubringen.”

Dank des neuen Berufsberatungsbüros sollen solche Angebote am HGG nun noch weiter verbessert werden. Das Büro, das sich vor allem, aber nicht ausschließlich an Oberstufenschülerinnen und -schüler richtet, wird ab dem neuen Schuljahr auch mit festen Sprechzeiten Beratung für die Schüler anbieten. Möglich wird dies allerdings erst durch das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer, die viel Zeit in die Beratung investieren. Darüber freut sich nicht zuletzt auch Oberstudiendirektor Christoph Barbier.

Ein starkes Engagement erhofft sich Lothar Keiser, der kaufmännische Leiter der Spiritaner-Stiftung auch von der Wirtschaft. „Für die Schülerinnen und Schüler ist es eine wertvolle Erfahrung, mit Leuten aus der Praxis sprechen zu können. Ich finde es sehr schade, dass über Fachkräftemängel gestöhnt wird, die Unternehmen sich aber nicht an die Schulen heran trauen. Wir wären sehr dankbar, wenn Industrie- und Handelsunternehmen, aber auch Handwerksbetriebe stärker mit uns kooperieren würden und sich zumindest anhören, welche Zusammenarbeit wir ihnen anbieten möchten.”

Eine Idee, die auch Bürgermeister Arno Nelles deutlich begrüßt. Für die Vermittlung zwischen Unternehmen und Schule sieht der Bürgermeister auch die Politik in der Verantwortung: „Die Politik kann da eine Art Moderator sein. Wir müssen kreative und selbstbewusste Menschen ausbilden. Dabei ist auch der gegenseitige Austausch wichtig, denn die Ausbildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe”, betonte der Bürgermeister.
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