Blutspendetag in Alsdorf: Ein Piekser, der Leben retten kann

Von: Sabeth Bürgin
Letzte Aktualisierung:
als_blutspendebu
Präsentieren das eigens kreierte „Blutstropfen”-Gebäck: (v.l.) Georg Simon, Franz Pluymackers und Ellen Hansen vom DRK, Bäcker Josef Zentis und Bürgermeister Helmut Klein. Foto: Sabeth Bürgin

Alsdorf. Viele Menschen, die werden mit einer schweren Krankheit oder nach einem Unfall ins Krankenhaus eingeliefert. Eine Operation ist für sie überlebenswichtig. Und dann sagt man ihnen, sie können nicht operiert werden - es seien nicht genug passende Blutkonserven vorrätig. Eine Horrorvorstellung, nicht wahr?

Doch bitterer Alltag, wenn immer weniger Menschen sich zu einer Blutspende motivieren können. Blut kann nämlich durch kein künstliches Produkt ersetzt werden.

Auch im Raum Aachen gibt es den Lebensretter Blutkonserve keineswegs in Hülle und Fülle. „Wir verzeichnen sogar eine geringe Unterdeckung an Konserven”, sagt Georg Simon vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). Um so wichtiger ist es also, dass die Menschen ihre Scheu vor dem modernen „Aderlass” überwinden.

Andere wiederum würden gerne spenden, kommen aber im stressigen Alltagsleben einfach nicht dazu.

Für diese und alle anderen Interessierten veranstaltet das DRK am Sonntag, 23. August, den vierten Alsdorfer Blutspendetag. Er findet im Rathaus statt und soll ein großes Fest für Jung und Alt werden. Gespendet werden kann von 9 bis 17 Uhr. Jeder Bürger ist herzlich eingeladen - ob er spenden möchte oder nicht. Ellen Hansen, DRK- Bereitschaftsleiterin in Alsdorf, erklärt: „Natürlich freuen wir uns besonders, wenn viele Bürger sich zu einer Spende entschließen. Wer sich erst einmal einen Überblick verschaffen oder Fragen klären möchte, ist aber genauso willkommen - ganz klar.”

Spenden darf man ab dem 18. Lebensjahr. Die Altersgrenze liegt derzeit bei 68 Jahren. Erstspender sollten aber nicht älter als 60 Jahre alt sein. Simon ergänzt: „Mitbringen braucht man nichts außer einem amtlichen Legitimationspapier - Ausweis, Reisepass - etwas in der Art.”

„Zusatzleistungen”

Ellen Hansen macht noch auf eine Besonderheit des Alsdorfer Blutspendetags aufmerksam: „Zusätzlich werden Blutzucker- und Cholesterinwert gemessen. Interessant für jüngere Spender ist sicher der kostenlose HIV-Test und ein kostenloser Sehtest für den Führerschein. Weiterhin wird die Blutgruppe ermittelt - das kostet beim Arzt rund 60 Euro.”

Damit auch Mamas und Papas in Ruhe spenden können, gibt es eine Kinderbetreuung, Kinderschminken und einen Erste- Hilfe-Kurs für die Kleinen.

Das weitere Rahmenprogramm bietet unter anderem eine Vorführung der Bergwacht, eine Ausstellung der Wasserwacht und den Infostand des Rettungs- und Betreuungsdienstes des DRK. Nach der Blutspende stellt das DRK einen Imbiss bereit. Als Unterstützung gibt es vom Alsdorfer Bäcker Josef Zentis etwas ganz Neues: „Speziell für diesen Anlass haben wir uns das Blutstropfen-Brot und die kleinen süßen Blutstropfen-Teilchen ausgedacht.”

„Vielleicht können wir mit allen diesen Angeboten die Rekordzahl des vergangenen Jahres brechen - da haben knapp 200 Leute gespendet!”, hofft Ellen Hansen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert