Blutspende und Typisierung mit nur einem Pikser

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Spender bekommen einfach ein Röhrchen Blut zusätzlich abgenommen: Wer an diesem Tag nicht Blutspenden darf, kann sich trotzdem typisieren lassen. Foto: DRK/H. Kapschak

Herzogenrath/Breitscheid. „Blutspender helfen Leukämiepatienten“ – unter dieser Überschrift rufen der DRK-Blutspendedienst West und die Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands älteste Stammzellspenderdatei, zu Blutspende und Typisierung auf.

Viele Interessierte haben immer wieder angefragt, ob sie nicht bei einem normalen Spendetermin auch Blut für eine Typisierung abgeben könnten. Das Rote Kreuz hat dazu mit der Stefan-Morsch-Stiftung einen erfahrenen Partner gewonnen.

Am Mittwoch, 29. Juli, wollen die Akteure im Rahmen des Blutspendetermins inj Herzogenrath unter dem Motto „Einmal stechen, zweimal helfen“ darauf aufmerksam machen, wie durch Blut- und Stammzellspenden das Leben von Krebspatienten gerettet werden kann. Von 16 bis 19.30 Uhr heißt es in der Feuer- und Rettungswache, Erkensmühle: „Lebensretter gesucht!“

Heinz Kapschak vom DRK Blutspendedienst West: „Die steigende Lebenserwartung älterer Menschen und das Ausscheiden von Spendern aus Alters- und Gesundheitsgründen wirken sich in großem Umfang auf den Bedarf an Blutkonserven aus.“ Und Emil Morsch, Vorstandsvorsitzender der Stefan-Morsch-Stiftung: „Es ist wichtig, junge Menschen zu informieren. Denn die Zahl der Krebspatienten, die in den kommenden Jahren Blutkonserven und Stammzellspenden benötigen, wird mit einer wachsenden älteren Bevölkerung stark zunehmen.“ Schon heute werden nach Statistiken des Blutspendedienstes fast 30 Prozent der Blutkonserven für Krebspatienten verwendet. Jährlich erkranken in Deutschland rund 11.000 Menschen an Leukämie. Oft reichen Bestrahlung und Chemotherapie nicht, um den Blutkrebs zu besiegen. Dann ist die Transplantation von Knochenmark oder Blutstammzellen die letzte Hoffnung.

Als Stammzellspender kann sich jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 (mit Einverständnis der Eltern auch schon ab 16) und 40 Jahre kostenlos registrieren lassen. Wer sich typisieren lassen will, bekommen ein Röhrchen Blut (knapp einen Fingerhut voll) zusätzlich abgenommen. Dieses geht zur Analyse ins Labor der Stefan-Morsch-Stiftung. Die Gewebemerkmale werden anonymisiert ans deutsche Zentralregister der ZKRD in Ulm weitergegeben, wo sie weltweit zur Verfügung stehen. Für alle, die mehr wissen wollen, sind zwei kostenlose Hotlines geschaltet: Telefon 0800/1194911, montags bis freitags, 8 bis 18 Uhr, oder Telefon 0800/7667724.

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