Bluesmusik mit ganz feinen Öcher Akzenten

Von: ehg
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Mundart-Blues für den guten Zweck: Am Rande des Konzerts von Dieter Kaspari (r.) überreicht Josef Clemens von der VR-Bank (3.v.l.) dem Vorsitzenden des Fördervereins Orgelbau, Hermann Joerissen, einen Scheck. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Auch das Lob gab es in Mundart: „Näh wat woar dat schönn!” So schwärmten mehr als 100 Besucher des Eröffnungskonzerts der Reihe „Musik im Pfarrhaus”. Bei der fünften Veranstaltung dieser Art, stand keine Barockmusik auf dem Programm. Stattdessen wurde waschechter Blues von Dieter Kaspari und seinen drei musikalischen Mitstreitern geboten.

Kaspari drückte der Musik seinen Stempel auf, indem er die Jazzklänge mit Öcher Platt unterlegte. Kaspari: „Nach Englisch gibt es keine bessere Sprache für Blues als diese Mundart!”

Die Besucher des Konzertes mussten ihm beipflichten. Öcher Blues und Öcher Möffelcher gingen eine Synthese Marke Kaspari ein. Der Öcher Alltag lieferte den Stoff, aus dem die Texte geschneidert waren. Es war eine einzigartige Blues-Hommage an Kasparis Heimatstadt Aachen.

Voller Begeisterung identifizierte sich auch das Publikum damit. Für alle, die den Dialekt nicht verstanden, gab es zwischendurch ein paar Lektionen. Es kamen auch Lieder zu Ehren, die der Meister des Öcher Blues schon vor 35 Jahren geschrieben hatte. Aufgepeppt waren sie auch heute noch ein Ohrenschmaus.

Neben Kaspari lebten sich als virtuose Musiker Franz Brandt (Piano), Uwe Böttchen (Bass und Geige) sowie Gerd Breuer (Percussion) aus. Da stellte sich die Frage, was mehr zündete: die Mundart-Texte oder die mitreißende Musik. Doch die Hauptsache war: „Et woar schönn!”

VR Bank-Prokurist Josef Clemens überreichte dem Vorsitzenden des Fördervereins Orgelbau, Hermann Jörissen, der auch Veranstalter der Pfarrhauskonzerte ist, einen Scheck in Höhe von 1000 Euro zur Mitfinanzierung des ehrgeizigen Projektes „St. Sebastian braucht eine neue Orgel”.

Auch das erstmals vom Förderverein im Klosterstübchen veranstaltete Sponsoren-Essen war ein Erfolg. Dabei sprang ebenfalls eine dreistellige Spendensumme heraus. Die zahlreichen Besucher kamen nicht nur kulinarisch auf ihre Kosten. Günter Kölling, Vorsitzender des Kulturforums, überbrückte zwischen den Gängen kurzweilig mit feinen literarischen Kleinigkeiten.
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