Bluesige Spielweise geht unter die Haut

Von: ehg
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Eindringlich: „The Hookers” mit (v.l.) Walter Jenniches, Hubert Clemens und Jochen Solbach. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Musik für Menschen, die sich offen zu ihrer Nostalgie bekennen, versprachen „The Hookers”. Sie hielten Wort, als sie auf Einladung des Förderkreises Orgelbau das 49. Konzert im Pfarrhaus Sebastianusstraße gestalteten. Hubert Clemens, Walter Jenniches und Jochen Solbach boten einen facettenreichen Querschnitt durch ein halbes Jahrhundert amerikanischer Rock- und Bluesgeschichte.

Doch zunächst ließ der Vorsitzende des Förderkreises, Hermann Jörissen, das Gebäude hochleben, das 100 Jahre auf dem Buckel hat. Mit einem Glas Sekt stieß er auf die lange, an Höhen und Tiefen reiche Geschichte des Bauwerks an. Aus einem Haus für die Pfarrer, das es bis zu Zeiten von Pfarrer Hans Landen war, sei unter Pfarrer Hans-Josef Lambertz ein Haus für die Pfarre geworden. Inzwischen sei es ein „Haus der Pfarrei St. Sebastian”.

Die Musik stand dann im Vordergrund. Dass es in zweiter Linie auch um die Finanzierung der Orgel gehe, ließ Jörissen nicht unerwähnt. Müssen doch noch rund 60.000 von 540.000 Euro aufgebracht werden. Aber auch der Aspekt der Begegnung beflügele die ehrenamtlichen Helfer des Förderkreises.

Dann hatten die Musiker das Sagen: Sänger Hubert Clemens setzte seine ausgeprägte Stimme im Wechsel mit Bluesharp-Instrumenten ein. Besonders ging sie den Zuhörern unter die Haut, wenn von Unterdrückung und Freiheitskampf gesungen wurde. Der Würselener Pianist Walter Jenniches setzte sich vor allem dann prächtig in Szene, wenn die Stücke seinem Instrument die Ausmalung überließen. Unüberhörbar war seine Affinität für die bluesige und erdene Spielweise der großen amerikanischen Blues- und Boogie-Pianisten. Mit und ohne Bogen reizte der Bassist Jochen Solbach die ganze Spannbreite seines Instrumentes aus.

Er verlieh den Darbietungen das musikalische „Fundament”, wobei die singenden, seufzenden und schwingenden Saiten auch ein kleines Streichensemble ersetzten. Das Trio strotzte nur vor Spiellaune. Da war es nur die Frage kurzer Zeit, bis sie auf die begeisterten Zuhörer überschwappte. Nur mit einer gern gewährten Zusage wurden „The Hookers” aus dem 100-jährigen Gebäude entlassen.

Das 50. Konzert der Reihe findet nicht im Pfarrhaus statt, sondern am Sonntag, 13. Februar, um 17 Uhr im Pfarrheim St. Pius X. an der Ahornstraße. Mit Anna Fischer (Alt) und Theo Palm (Klavier) werden zwei Künstler von in Deutschland hohem Bekanntheitsgrad konzertieren. Am Samstag, 26. März, wird die Veranstaltung ins Pfarrheim an der Wilhelmstraße verlegt. Dann wird der Förderkreis Orgelbau Aachens Originale Gitta Haller und die „Drei” (Ägidius Lennartz, René Brandt und Heinrich Ries) begrüßen. Es soll für alle Besucher ein vergnüglicher Abend werden. Karten gibt es im Vorverkauf unter 02405/91636, 02405/91963 und 02405/91120 zum Preis von acht Euro.
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