„Bluesaders” begeistern seit Generationen die Musik-Liebhaber

Von: est
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Lokalmatadore: Georg Houfer, R
Lokalmatadore: Georg Houfer, Rob Griffith, Willi Lemke (v.l.) sind als „Bluesaders” gut drauf. Foto: Elena Stiebler

Würselen. Eine geballte Ladung Blues konnten Musikfans jüngst wieder im Saal Houben genießen. Die Lokalmatadore der „Bluesaders” hatten dort für Verstärkung auf der Bühne gesorgt.

Seit sieben Jahren gehören Pianist Walter Jenniches, Gitarrist Georg Houfer, Bassist Willi Lemke und Schlagzeuger Kurt Berresheim zur Band. Reichlich Erfahrung haben alle. „Wir spielen alle noch in verschiedenen anderen Bands und sind jetzt so zwischen 50 und 60 Jahre alt. Manche von uns sind seit 40 Jahren als Musiker unterwegs”, sagt Walter Jenniches. Gitarrist Rob Griffith kam erst vor einem Jahr zur Band. Er hat zuvor schon mit einigen amerikanischen Bands gespielt. „Er ist bei einer Bluesnacht als Solo-Künstler aufgetreten - und wir dachten uns: Der ist so gut, den wollen wir in der Band dabei haben.”

Der Saal Houben ist atmosphärisch beleuchtet, dort treffen sich die Generationen. Jenniches: „Man sieht hier auch junge Gesichter im Publikum. Die Zuhörer gehen alle prima mit.” Mit dabei war jüngst die Eschweiler Band „Saturday Night Fish Fry”. Sänger Erwin Görres, Gitarrist Wolfgang Wynands, Gitarrist Majid Salama, Bassist Dieter Nitsche und Schlagzeuger Winni Rüland bestritten in Würselen ihr erstes Gastspiel. Der Bandname geht zurück auf einen Song von Louis Jordan. Auch diese Musiker hält der Blues offenbar jung. „Wir sind ja alle immer noch fit, lebendig und taufrisch”, sagt Bassist Dieter Nitsche, immerhin schon 63 Jahre alt. Solche Bluesabende gehören in Würselen einfach dazu.

Leni Lemke, Ehefrau des Bassisten der Bluesaders, erinnert sich: „Seit 30 Jahren ist Houben sozusagen die Blueshochburg. Früher hat die Tante des jetzigen Inhabers Jupp noch Gulaschsuppe in einer Zink-Wanne hinten in der Küche gemacht. Die war wirklich super lecker!”

Das Ambiente der geschichtsträchtigen Kneipe passt wie angegossen zu den melodischen und energiegeladenen Rhythmen der beiden Bluesbands. Und Stammgäste hat sie auch. Eva Schreiter-Synowzik hat die Bluesaders schon oft auftreten sehen. „Ich kenne Georg und Walter seit 40 Jahren. Wann immer ich Zeit habe, komme ich natürlich vorbei.” Sie tanzt gern mit. Und so knarzt der Holzboden der alten Kneipe einmal mehr unter den Füßen der vielen Bluesfans, die im Takt die alte Gaststätte zum Beben bringen.
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