Blasmusiker präsentieren Computerspiele-Soundtracks

Von: psh
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Harmonie „Cäcilia“ Foto: Peter Quadflieg

Herzogenrath. Das hat auch die älteren Musiker der Harmonie „Cäcilia“ überrascht: Kurz vor Beginn strömten immer noch Zuhörer in die bereits gut gefüllte Aula des Herzogenrather Schulzentrums, so dass kurzer Hand noch einige Stühle beigestellt wurden.

Offenbar hatte das Thema des Konzertes, die Verträglichkeit von Konsolenspielen mit Blasmusik den Nerv der Zeit getroffen. Die Kinder der beiden Bläserklassen der Harmonie und der Regenbogenschule eröffneten einen bemerkenswerten Konzertabend. Nachwuchsdirigent Willem Lindelauf führte die jungen Nachwuchsmusiker dabei gekonnt durch den Abend und lieferte die erste Zugabe des Abends.

Auch das im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich verjüngte Jugendorchester und das neu gegründete Ausbildungsblasorchester (ABO) zeigten, welch guten Erfolg man mit konsequenter Nachwuchsarbeit erzielen kann, hob sich der Klangkörper doch schon deutlich von den Bläserklassen ab.

Als „Belohnung“ durften die Nachwuchsmusiker dann das erste Stück des großen Orchesters unter der Leitung von Olav Calbow mitspielen, „Baba Yetu“ von Christopher Tin. Der Komponist gewann als erster Komponist überhaupt mit diesem Lied im Jahr 2011 einen Grammy Award mit dem Soundtrack eines Computerspieles, und zur Musik der „Cäcilia“ wurden auf zwei in der Aula aufgebauten Leinwänden Spieleszenen des Spiels „Civilisation“ projiziert.

Die 2. Konzerthälfte wurde dann mit der Polka „Ein halbes Jahrhundert“ eröffnet, bevor wieder die Konsolenspiele den Abend beherrschen sollten. Zu den Musikern hatte sich zwischenzeitlich „Zocker“ Sebastian Schmitz auf die Bühne gesellt, der von da an live zu der Musik der „Cäcilia“ Konsolenspiel spielte, die per Beamer auf die Leinwände projiziert wurden.

Den imposanten Anfang machte dabei „The Legend of Zelda“, bevor der Klassiker „Donkey Kong“ intoniert wurde. Dann kam es zu einer Panne: Während die Musiker gekonnt swingten, funktionierte das Spiel nicht, so dass die Zuschauer nur auf schwarze Leinwände blickten.

Wie sich im Nachhinein herausstellte, hatte jemand in der Konzertpause das Spiel aus der Konsole entfernt. Nachdem zwischendurch noch die Polka „Musikantensehnsucht“ gespielt worden war, fanden mit der wiederum äußerst anspruchsvollen Interpretation der Tetris-Melodie „Korobeiniki“ des Schweizers Urs Erdin die Konsolenspiele an diesem Abend ihr Ende.

Zum Schluss gab es den Florentiner Marsch von Fucik, bevor die Kinder des Jugendorchesters sich auf die Bühne gesellten und mit den „Großen“ mit „Rey‘s Theme“ aus dem neuen „Star Wars“-Film der Konzertabend mit Standing Ovations endete.

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