„Bläck Fööss“ begeistern in der Alsdorfer Stadthalle

Von: Rebecca Kiljan
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Nur wenige personelle Veränderungen: „De Bläck Fööss“ wissen nach 45 Jahren genau, was ihr Publikum will, und sorgen deswegen jedes Mal für Hochstimmung. Foto: Rebecca Kiljan

Alsdorf. Auch in der Alsdorfer Stadthalle wurde am Wochenende rhythmisch geschunkelt, lauthals gesungen und fröhlich getanzt. Aber kein blau-weißes Event wie an vielen Stellen andernorts, sondern rheinischer Frohsinn war angesagt: Grund dafür war der Tournee-Stopp der „Bläck Fööss“.

Bereits vor der Stadthalle war die Stimmung elektrisierend und ausgelassen. Ab 20 Uhr heizten dann die Bandmitglieder Kafi Biermann, Ralph Gusovius, Bömmel Lückerath, Hartmut Priess, Erry Stoklosa, Peter Schütten und Andreas Wegener ihrem Publikum ordentlich ein.

Auch außerhalb der Karnevalssession galt: Ob jung oder alt, es wurde kräftig mitgesungen. So erklang auch ein Klassiker der siebenköpfigen Mundart-Musik-Formation garniert mit Sprechchören des Publikums „Drink doch eine met, stell dich nit esu ahn. Du steihs he de janze Zick eröm. Häs de och kei Jeld, dat es janz ejal, drink doch met un kümmer dich nit dröm.“

Einfallsreich und humorvoll

„De Bläck Fööss“ feiern in diesem Jahr ihr 45-jähriges Bestehen. Dabei war ihr Erfolgshit „Drink doch eine met“ eigentlich erst ihr zweiter Song.

Der zunächst von allen Plattenfirmen abgelehnt worden war. Ausgerechnet eine Chemiefirma (BASF) in Ludwigshafen veröffentlichte das Lied, das in kürzester Zeit zum Publikumsliebling wurde. Komponist des Stücks ist Hans Knipp, aus dessen Feder über 100 Titel stammen. So auch ein weiterer „Bläck-Fööss“-Klassiker: „Mer losse d’r Dom en Kölle“.

Der Erfolg lag damals wie heute nicht nur am besonderen Rhythmus der Stücke, sondern auch am Text, wie Sänger und Gitarrist Stoklosa erzählt: „Wir haben damals gelernt, dass nicht nur die Musik, sondern auch die Geschichte stimmen muss. Darauf achten Kinder besonders, und das ist auch bei den Erwachsenen nicht anders – die Leute wollen den Text verstehen.“ So handelt „Mer losse d’r Dom en Kölle“ eigentlich von der Sanierungspolitik in Köln. Später galt das Lied aber als eine Hommage an der Kölner Dom.

Texte mit Rhythmus und Sinn zeichnen die rheinische Mundart-Band aus. So kommt auch bei den Alsdorfern das für Toleranz stehende Lied „Stammbuch“ gut an. Auf den Text ihrer Lieder legen die „Bläck Fööss“ überdies besonderen Wert, um zu zeigen, dass auch Karnevalslieder Köpfchen haben dürfen.

Denn auf Pappnase und Schunkeln wollen die Sieben nicht reduziert werden. Neben der thematischen Vielfalt ihrer Lieder begeisterte die muntere Band auch mit ihrem instrumentellen Können: Ob Percussion (Biermann, Stoklosa und Schütten), Schlagzeug (Gusovius), Akkordeon (Gusovius und Wegener), Banjo (Lückerath), Mandoline (Lückerath und Pries), Geige (Lückerath) oder Piano (Wegener) – fast alles war dabei.

Daher wundert es gar nicht, dass der Tour-Stopp in der Stadthalle die typischen Folgen hat: In ausgelassener Stimmung, mit heiseren Stimmen und lächelnden Gesichtern gingen auch die Alsdorfer Konzertbesucher hochzufrieden nach Hause.

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