Bis zu 300 Häuser: Wohnraum für rund 1000 Menschen

Von: Karl Stüber
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Blick auf die Brache an der Ecke Kloshaus/Merberener Weg: Im Kreuzungsbereich mit der Alsdorfer Straße ist ein Kreisverkehr geplant. Foto: vm

Baesweiler. Da reift etwas Großes auf dem Acker heran. Am südlichen Stadtrand von Baesweiler Richtung Alsdorf sollen in drei Schritten auf insgesamt rund 18 Hektar bis zu 300 Häuser für rund 1000 Bewohner entstehen. Am Kloshaus (B 57)/Merberener Weg wird der erste Abschnitt des Neubaugebietes Am Kloshaus in Angriff genommen.

Bereits seit geraumer Zeit wird im Baesweiler Rathaus daran gearbeitet, wurden eigene Überlegungen, ein Verkehrsgutachten und eine Machbarkeitsstudie zu einer Grobplanung zusammengefügt. Nun befasste sich der im Bau- und Planungsausschuss erneut mit dem Thema.

Am heutigen Dienstag wird der Stadtrat sich mit dem „Bebauungsplan 106 – Baesweiler Süd-West I“ auseinandersetzen. Für den ersten Abschnitt westlich der Bundesstraße liegen nun sehr konkrete Vorstellungen vor (siehe Grafik). Auch die angrenzenden Flächen vor allem östlich der B 57 wurden schon mal „überplant“.

Der Anlass für das Großprojekt: Seit einiger Zeit vermarktet die Stadt erfolgreich und zügig Gewerbeflächen. „Infolge der Ansiedlung teilweise großer Gewerbegebiete (besteht) eine entsprechende Nachfrage an Wohnraum, welche im Stadtgebiet in dieser Größenordnung nicht zu decken ist“, heißt es seitens der Verwaltung. Ziel sei auch, „Büros, Dienstleistungen und nicht störende Gewerbenutzungen anzusiedeln“.

Markanter Punkt der Planung für den ersten Abschnitt ist ein leicht aus dem Verlauf der B 57 in nordwestliche Richtung „verschobener“ Kreisverkehr, der die Kreuzung Kloshaus, Alsdorfer Straße und Merberener Weg „ersetzt“ und für Verkehrsfluss sorgen soll. Mit Blick auf die Belange der Landwirtschaft soll dabei der Merberener Weg auf eine Breit von acht Metern ausgebaut werden. Ein Stück weiter Richtung Baesweiler ist auf Höhe der Straße Am Lindchen eine Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer vorgesehen. In der Nähe sollen auch Bushaltestellen angeordnet werden.

Im nun zur Diskussion stehenden Bauabschnitt 1 soll „ein breites Spektrum an Wohnformen“ ermöglicht werden – vom freistehenden Einfamilienhaus über geförderte Wohnungen (Sozialwohnungen) bis hin zur altengerechten Etagenwohnungen. Dabei sind direkt an der B 57 größere Gebäude geplant, die gleichsam wie eine Art Immissionsschutz für das dahinterliegende Gebiet mit Ein- und Zweifamilienhäusern wirken, wie es hieß.

Die Rede ist auch vom Bau von Gemeinschaftseinrichtungen wie zum Beispiel eines Kindergartens. Laut Verwaltung soll planungsrechtlich die Option geschaffen werden, bis zu 19 Prozent der Baufläche für sozialen Wohnungsbau zu nutzen. Letztlich sei dies aber eine Frage, inwieweit Investoren darauf auch anspringen.

Auf Nachfrage unserer Zeitung sagte Bürgermeister Dr. Willi Linkens, dass die Stadt generell selbst in Sachen sozialer Wohnungsbau aktiv werden will. Aktuell wird der Geltungsbereich des Bebauungsgebietes im Süden erweitert, um die notwendige ökologische Ausgleichsfläche in Gesamtgröße von 12.000 Quadratmetern erreichen zu können. Es folgen entsprechend die Öffentlichkeits- und die Behördenbeteiligung.

Auf Nachfrage im Ausschuss sicherte Technischer Beigeordneter Peter Strauch zu, dass Bauherren darüber informiert werden, dass der Bereich zum Sümpfungsgebiet der Braunkohle gehört. Strauch: „Das wird alles in der Satzung festgeschrieben.“ Diskutiert wurde über die Einschränkung beziehungsweise Zulässigkeit der Art von Dächern und der Zahl der genehmigungsfähigen Geschosse ebenso wie über die Anlage von Radwegen in Richtung Alsdorf.

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