Aachen/Herzogenrath - Bis Baubeginn wartet noch viel Arbeit auf die Planer

Bis Baubeginn wartet noch viel Arbeit auf die Planer

Von: Holger Richter
Letzte Aktualisierung:
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Bildnummer: 50303071 Datum: 10.06.2000 Copyright: imago/K-P Wolf Verkehrsschild -Radweg-, Objekte; 2000, Schild, Schilder, Verkehrsschild, Verkehrsschilder, Verkehrszeichen, Radwege, Fahrradweg, Fahrradwege, Piktogramm, Piktogramme, Fahrrad, Fahrr‰der, Rad, R‰der; , hoch, Kbdia, Einzelbild, Freisteller, Deutschland, , Strafle, Verkehr, Symbole

Aachen/Herzogenrath. Da klopft sich die Aachener Abteilung des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) selbst ein wenig auf die Schulter. Als am Mittwoch Verkehrsminister Michael Groschek die Städteregion als einer der Gewinner des „Planungswettbewerbs Radschnellwege“ nannte, war die Freude im Welthaus, wo der Aachener Kreisverband des ADFC residiert, entsprechend groß.

„Der ADFC Aachen hat die Beteiligung der Städteregion am Landeswettbewerb begrüßt und nach Kräften unterstützt – und freut sich mit der Städteregion über den Gewinn“, ließ die zweite Vorsitzende Helga Weyers von dort vermelden. Und auch die Aachener SPD feiert mit: „Die Teilnahme von Stadt und Städteregion Aachen am Wettbewerb geht auf einen gemeinsamen Antrag der SPD-Fraktionen in Stadtrat und Städteregionstag zurück“, lobt der mobilitätspolitische Sprecher Michael Servos seine Genossen. Die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb sei „ein sehr gutes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Stadt und Städteregion“, fügt er hinzu.

Zufrieden ist neben Dr. Bernd Fasel, Stadtverordneter der Grünen in Herzogenrath, der die von den Landesgrünen erhaltene Info sofort weiterleitete, unter anderem auch FDP-Fraktionschef Björn Bock: „Wir haben ja immer eine stärkere Anbindung an den Campus gefordert. Mit dem Fahrrad ist das besonders gut.“

Die Städteregion hatte sich mit einer 30 Kilometer langen Radstrecke von Aachen nach Herzogenrath/Kerkrade-Heerlen beim Landeswettbewerb beworben. Doch bis zum Baubeginn wartet noch viel Arbeit auf die Planer. Denn der Gewinn beim Wettbewerb beinhaltet zwar eine Förderzusage von 80 Prozent. Die bezieht sich aber „zunächst auf eine Machbarkeitsstudie und deren Umsetzungsplanung“, wie Städteregionssprecher Detlef Funken mitteilt.

Doch vor einem Baubeginn seien zu den weiteren Schritten wie Entwurfs- und Ausführungsplanung sowie Baubeschluss noch „die entsprechenden politischen Beschlüsse in den Kommunen herbeizuführen“, skizziert Funken das weitere Vorgehen. In den Wettbewerbsunterlagen ist die Städteregion von Baukosten in Höhe von rund 16 Millionen Euro ausgegangen. Diese beinhalten die Linienführung von Aachen über Kohlscheid nach Herzogenrath inklusive einer Erschließungsspanne für die Ortslage Kohlscheid, einen Abzweig in Richtung Heerlen sowie eine Anbindung an Kerkrade. Nach ersten Planungen soll der Radschnellweg im Hochschulbereich am Templergraben beginnen und über den ehemaligen Damm der Bahnlinie Aachen-Düsseldorf bis Richterich führen.

Vom nördlichen Ortsausgang soll es nach Nordwesten weiter durch Kohlscheid entlang der Haus-Heyden-Straße gehen. Südlich von Pannesheide quert die Trasse die L 232 (Voccartstraße) mit einem Tunnel und folgt dann der Bahnlinie Aachen-Düsseldorf bis Herzogenrath. Dort ist eine Brücke über die L 232 (Schütz-von-Rode-Straße) vorgesehen. Zudem sollen der Campus Melaten und das Uniklinikum durch den Ausbau bestehender Radwege an den Schnellweg angebunden werden.

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