Bildungsausschuss: Digitalisierung des Unterrichts stößt auf Zustimmung

Von: Yannick Longerich
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Würselen. Seit 2008 hat es im Bildungsausschuss schon die ein oder andere hitzige Debatte über das „Digitale Bildungskonzept“ am städtischen Gymnasium gegeben. Nach dem aufgrund mangelhafter Technik gescheiterten Projekt der „Laptop-Klassen“ erhielt das reformierte Konzept nun das lang ersehnte positive Zwischenfazit.

Eine externe Evaluation wurde in Kooperation mit dem Lehrstuhl i9 „Learning Technologies“ der RWTH Aachen durchgeführt und dem Ausschuss vorgestellt.

Nachdem die Evaluation besonders in den Hauptfächern große Begeisterung bei allen Beteiligten in Bezug die Digitalisierung des Unterrichts feststellte, wollen Frajo Ligmann und Benedikt Schneider – Lehrkräfte am Gymnasium und verantwortlich für das Projekt – das Konzept nun ausweiten.

Eine Aufstockung auf zwei Klassen innerhalb des entsprechenden Jahrgangs ist bereits genehmigt, was Fragen über die Verteilung der interessierten Schüler aufwirft. Für das nächste Schuljahr haben sich 63 von 100 betreffenden Schülern hierfür gemeldet.

Mit dem Gewinn des Innovationspreises für digitale Bildung „delina“ des Bitkom e.V. hatte das Würselener Projekt jüngst für positive Schlagzeilen in der Region wie im gesamten Bundesgebiet gesorgt. Die Vorsitzende des Bildungsausschusses, Doris Harst (SPD), lobte die gute Zusammenarbeit.

Anschaffung teurer Geräte

Aus den Reihen der SPD-Fraktion kam die Befürchtung auf, dass die Anschaffung teurer Apple-Produkte Eltern vor Probleme stellen könnten. Auch Leasingangebote würden nur bedingt helfen. Hans Carduck von der FDP betonte außerdem: „Entscheidend ist das Konzept und die Begeisterung für das Projekt, nicht die nackte Zahl an iPads. Eine Anpassung der Anzahl an verfügbaren Geräten muss geprüft werden.“

Ligmann verteidigte das Festhalten an der teuren Apple-Technik mit der einfachen Bedienung und der problemlosen Vernetzungsmöglichkeit aller Endgeräte: „Die Lehrerkollegen dürfen nicht überfordert werden, verlorene Zeit aufgrund von Konfigurationsproblemen wollen wir in der Prototypen-Phase des Projekts auf jeden Fall vermeiden. Apple habe sich hierbei als die mit Abstand benutzerfreundlichste Lösung herausgestellt.

Des weiteren hat der Ausschuss im Zuge des Einschulungsverfahren 2017/2018 die kommunale Klassenrichtzahl beschlossen, die Aufnahmekapazität der Eingangsklassen wurde auf 25 Schüler pro Klasse begrenzt. Im Einschulungsverfahren sind aktuell 390 Schulneulinge.

Der Bildungsausschuss gab derweil auch grünes Licht für die Neubesetzung der Schulleitungsstelle an der Gemeinschaftsgrundschule Würselen Mitte. Kathrin Clausen wird die Leitung der GGS zum neuen Schuljahr übernehmen und nahm die Glückwünsche der Kollegen bei der sich dem Bildungsausschuss anschließenden Schulkonferenz entgegen.

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