Bienchen, Panzerknackerinnen und Clowns in Kohlscheid

Von: Christina Vedar
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Warm eingepackt und authentisch geschminkt: So hielten es auch die Kleinsten aus.

Herzogenrath. Leise rieselt der Schnee, doch nichts ruht still und starr wie der See am Rosenmontag in Kohlscheid: Jeder Jeck und jede Pappnas‘ sind auf der Straße, um beim absoluten Höhepunkt des Straßenkarnevals dabei zu sein.

Pünktlich um 14:11 Uhr harren die Menschen munter am Straßenrand aus, mit Tüten und taschen ausgestattet, um von den Akteuren im närrischen Lindwurm lauthals „Kamelle“ und „Strüüßche“ einzufordern. Da machen auch die niedrigen Temperaturen und der pudrige Schnee, der sich leise auf das Trömmelche legt, dem Kohlscheider Narren nichts aus. Gegen Kälte und Schnee gibt es nur eines, was das Herz und die Glieder erwärmt: Tanzen und Schunkeln sind des Jecken bestes Gegenmittel.

Man sieht süße Bienchen und Hummeln sich im Kreise drehen, weibliche Panzerknacker, die auf der Flucht sind, kleine Löwen, Piraten, Clowns und sogar lebendige Bäume mischten sich unter das Volk.

„Schneewittchen, die sieben Zwerge und noch ein paar mehr“, – die Bewohner und Mitarbeiter vom Wilhelm-Rombach-Haus in Kohlscheid sind nun schon zum achten Mal mit von der jecken Partie und schmeißen wieder viele Leckereien in das närrische Volk am Wegesrand. Ein Wägelchen voller Popcorn sollte es in diesem Jahr sein – und alle freuten sich schon wochenlang auf den alljährlichen Rosenmontagszug, der längst „fester Bestandteil“ im Jahreslauf ist, wie ein Zwerg mit grüner Mütze begeistert kundtut.

Und auch die „Lustigen Grüne-wälder“, die schon zum 43. Mal dabei sind, haben die Taschen voll, das Trömmelche dabei und die Tanzbeine locker gemacht. Doch das ganze Happening an diesem Tage sehen sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Denn in dieser Session sind sie bekanntlich zum letzten Mal in der bewährten Konstellation dabei! „Aber heute wird noch mal kräftig gefeiert“ waren sich alle einig.

Und um schließlich auch noch dem Letzten ohne Maske im bunten Getümmel die Jeckennase aufzusetzen, wurde der örtlichen Polizei vom Scheeter Dreigestirn des Ausschuss Kohlscheider Karneval, – Prinz Dieter III., Jungfrau Wilhemina und Bauer Rolf – höchstpersönlich ein Orden verliehen. Da kann man nur noch rufen: „Dreimol Scheet Alaaf!!!“

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