Betrüger in den Fake-Shops sind jetzt aktiv

Von: nt
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Im Kampf gegen Fake-Shops: Claudia Schmitz, Leiterin der Verbraucherzentrale in Alsdorf, informiert Interessierte, wie sie sich bei Internetkäufen vor Betrug schützen können. Foto: Nadine Tocay

Alsdorf. Viele Menschen sind vor Weihnachten wieder auf der Suche nach Geschenken – nicht selten im Internet. Wie man sich dabei vor sogenannten Fake-Shops, also gefälschten Shop-Seiten, schützen kann, erklärt die Verbraucherzentrale in Alsdorf.

„Momentan kommen wieder mehr Kunden zu uns, die mit dieser Masche in die Irre geführt wurden“, berichtet Claudia Schmitz, Leiterin der Beratungsstelle.

Häufig wirken die Shops sehr seriös, sind zum Teil Kopien existierender Internetseiten. Laut der Leiterin sei das erste Indiz für eine Betrugsmasche häufig ein extrem günstiger Preis. Vor allem bei Designerkleidung und technischen Geräten, wie Kameras, Handys und Haushaltsgeräten. „Dem Verbraucher sollte bewusst sein, dass jeder, der mit einem Verkauf Geld verdienen will, nichts zu verschenken hat“, meint Schmitz.

Nach dem Kauf in einem solchen Shop erhält der Kunde häufig minderwertige oder gefälschte Ware, in vielen Fällen trifft die Bestellung gar nicht erst ein. Aber es gibt beachtenswerte Tipps, wie man sich vor solchen Käufen schützen kann.

„Achten Sie auf die Gütesiegel des Shops“, rät Schmitz. Ist das Gütesiegel echt, dann wird der Kunde beim Anklicken des Siegels automatisch auf die Seite des Zertifizierenden weitergeleitet. Sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen in schlechtem Deutsch verfasst oder fehlen gänzlich, dann empfiehlt sich der Abbruch des Kaufvorgangs. „Oft hilft es auch, wenn der Kunde bei unbekannten Onlineshops den Namen googelt“, erklärt Schmitz.

Bei gefälschten Shops seien die Bewertungen, die dann erscheinen, meist negativ. Doch nicht nur bei unbekannten Internetseiten besteht die Gefahr, getäuscht zu werden. Auch bei bekannten Versandhändlern ist man vor dieser Art des Betrugs nicht geschützt, wie die Stiftung Warentest kürzlich herausstellte.

„Viele Betrüger nutzen Versandhändler als externe Verkäufer, um so an Kunden zu kommen“, gibt Schmitz zu bedenken. Sie rät, bei Unsicherheit keinesfalls mit Vorkasse zu zahlen. „Händler sind grundsätzlich dazu verpflichtet, mindestens zwei unterschiedliche Zahlungsarten zur Verfügung zu stellen“, unterstreicht sie. Die Zahlung per Lastschrift, PayPal und Rechnung seien hierbei die sichersten Methoden, um das Geld im Fall der Fälle zurückfordern zu können. Wer bereits Opfer eines Betrugs geworden ist, kann sich an die örtliche Polizeidienststelle wenden, um dort eine Anzeige zu erstatten, oder diese online unter www.polizei.nrw.de aufgeben.

Weitere Informationen, wie man einen unseriösen Onlineshop erkennt, stellt die Verbraucherzentrale auf ihrer Internetseite www.verbraucherzentrale.nrw/fake-shops zur Verfügung. Darüber hinaus erhalten Ratsuchende am kommenden Montag, 5. Dezember, zwischen 9 und 14.30 Uhr in den Räumen der Verbraucherzentrale Alsdorf, Luisenstraße 35, an einem Stand weitere Informationen zu dem Thema. Beamte des Fachbereichs Kriminalprävention und Opferschutz des Kriminalkommissariats 44 stehen Interessierten dort für Fragen zur Verfügung.

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