Beste Stimmung beim Großreinemachen

Von: mas
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Ein großer Container und viele volle Säcke: Mit ordentlich Schwung warfen die Helfer zum Abschluss des Aktionstags den gefundenen Unrat hinein. Die Stimmung war ohnehin prima beim Abschluss der Aktionswoche, wie sich die Teilnehmer einig zeigten. Foto: Sigi Malinowski

Alsdorf. Am frühen Samstagmorgen wirkte der Denkmalplatz noch wie ausgestorben. Doch das sollte sich ändern. Denn da lief ein etwa achtjähriges Bürschchen auf den Wagen des Eigenbetriebs Technische Dienste zu. Der Kleine bat um Handschuhe, Greifzange und Mülltüte.

„Wir waren völlig perplex und auch total gerührt“, sagte anschließend Martina Holz, Beschäftigte des ETD. So jung sind nämlich nur sehr wenige, die sich spontan zum Müllsammeln melden. Und der Junge war derart motiviert, dass er am Schlusstag der Aktionswoche „Sauber, Alsdorf“! erst wieder zurück kam, als der Sack voll war.

Auch Knirpse packen mit an

Ohne Lob, ohne Belohnung verschwand er wieder. Der unbekannt gebliebene Grundschüler trug – im wahrsten Wortsinn – dazu bei, dass auch zur zehnten Aktion wider den wilden Müll in Alsdorf fast acht Tonnen Unrat zusammengeklaubt wurden.

Eine Woche lang hatten Alsdorfer Bürger, viele Vereine, Schulen und andere Institutionen mitgeholfen, die ehemalige Bergbaustadt möglichst weitgehend vom Müll zu befreien. Erneut hatten den Veranstaltern – Stadt und Aktionsgemeinschaft Stadtmarketing Alsdorf – gut 800 Personen aktiv zur Seite gestanden. Zahlen, die Jörg Theißing für den ETD im Auftrag der Stadt gerne bestätigte.

„Wir sind mit der Beteiligung und dem Sammelergebnis völlig zufrieden“, bemerkte der leitende Angestellte des Eigenbetriebs in Vertretung seines verhinderten Chefs Stephan Maaßen. Zum Engagement der Bürger hielt Jörg Theißing fest: „Es ist so gut wie niemand abgesprungen. Daran sieht man auch, wie wichtig unseren Mitbürgern das Thema ist“.

Vor zehn Jahren, zur ersten Sammlung, hatte man noch 35 Tonnen wilden Müll herausgepickt. Dass es in diesem Jahr „nur“ noch acht Tonnen seien, ist auch ein Beleg fürs gestiegene Umweltbewußtsein, empfindet man bei der Stadt. Peter Steingass, Vorsitzender der Aktion Stadtmarketing bemerkte dazu: „Das Wetter hat uns heute sicherlich auch in die Karten gespielt. Aber man muss auch feststellen, dass die Leute heute guter Stimmung waren und dass das der Aktion natürlich sehr gut tut“.

Bei der Abschlussveranstaltung auf dem Denkmalplatz hatte sich auch das Deutsche Rote Kreuz Alsdorf in umfangreicher Weise eingebracht. Neben einer Altkleidersammlung zeichneten die Helfer um Chefin Ellen Hansen für die Beköstigung der Sammler verantwortlich. „Wir können uns über reichlich Beschäftigung nicht beklagen“, berichtete Tom Hanke. Er und seine Kollegin Maria Rojano-Sanchez schöpften leckere Erbensuppe mit Bockwürstchen aus dem Riesentopf. Beide Teenager waren zum ersten Mal an der Aktion beteiligt.

Das machten sie mit soviel Spaß, dass der Einsatz im nächsten Jahr schon vorgemekt wurde. „Wenn wir dürfen, sind wir auch 2016 dabei!“

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