Bessere Busanbindung nach Aachen für Nachtschwärmer?

Von: Patrick Kreitz
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Freie Fahrt für Fahrräder: Wie hier in der Pintepützstraße könnte auch in der unteren Kleikstraße die Aufhebung der Einbahnstraßenregelung für Zweiräder erfolgen. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Sachlage zu prüfen. Foto: Patrick Kreitz

Herzogenrath. Aachen hat für Nachteulen viel zu bieten: Clubs und Diskotheken ebenso wie viele kleine und große Bars und Kneipen, viele davon im Studentenviertel der oberen Pontstraße. Das wissen auch besonders die jungen Herzogenrather zu schätzen, denen in ihrer Heimatstadt derartiges Amüsement nicht geboten wird.

Wer allerdings ohne fahrbaren Untersatz oder auch nur ohne Fahrer auskommen muss, ist gezwungen, entweder ganz früh das Feiern zu beenden oder bis spät in den Morgen „durchzumachen”.

Denn auf den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) können Herzogenrather Nachtschwärmer kaum zählen. Zwar setzt der Aachener Verkehrsverbund (AVV) Nachtbusse ein, diese verkehren jedoch nur bis Kohlscheid.

Einstimmig

Diese Situation möchten die Mitglieder des Herzogenrather Bau- und Verkehrsausschusses ändern. In der jüngsten Sitzung des Gremiums baten sie durch einstimmigen Beschluss die Stadtverwaltung, Kontakt mit dem AVV aufzunehmen.

Im Gespräch mit dem Verkehrsverbund soll überprüft werden, ob in Zukunft die Nachtbuslinien auch bis Herzogenrath-Mitte oder gar bis nach Merkstein verlängert werden können und welche Kosten dadurch entstehen könnten.

Bernd Fasel (Bündnis 90/Die Grünen) regte zudem an, ebenfalls das Angebot der Euregiobahn nach Möglichkeit in den Nachtstunden zu erweitern, da diese Verbindung zwischen Aachen und Roda insgesamt ja gut angenommen werde.

Ulrich Hoffmann-Siemes (SPD) riet zudem, bei einem Austausch mit dem AVV auch die dürftige Anbindung des Freibads in Merkstein an den Wochenenden zur Sprache zu bringen.

Probleme mit dem Rückweg haben in Herzogenrath nicht nur feierlustige Ausflügler, sondern auch Radfahrer. Zumindest im unteren Bereich der Kleikstraße, die an dieser Stelle für den Verkehr nur in eine Richtung freigegeben ist.

Für Pkw ist die Einbahnstraßenregelung an dieser Stelle sicherlich sinnvoll, gleicht die Kleikstraße dort doch beinahe einer Fußgängerzone, in der Tempo 10 vorgeschrieben ist. Wer aber mit dem Drahtesel unterwegs ist, muss entweder das Rad schieben oder einen weiten Umweg über die Bahnhofstraße in Kauf nehmen.

Dies geschieht in der Praxis jedoch häufig nicht, weshalb das Befahren entgegen der Fahrtrichtung die Radler nicht nur in Konflikte mit dem Gesetz bringt, sondern sie auch einem großen Sicherheitsrisiko aussetzt, wenn Pkw-Lenker nicht mit Gegenverkehr rechnen.

Auch bei diesem Thema entschieden die Ausschussmitglieder einstimmig, Möglichkeiten ermitteln zu lassen, um die untere Kleikstraße in eine Fahrradstraße umzuwandeln, in der auf Zweirädern auch von „oben” in Richtung Ferdinand-Schmetz-Platz gefahren werden kann.

Alle Fraktionen zeigten sich von dieser Idee angetan. Grünen-Sprecher Bernd Fasel bremste die Euphorie jedoch ein wenig: „Wir haben bereits vor einiger Zeit an vielen Stellen im Stadtgebiet angeregt, Fahrradstraßen anzulegen. Dies wurde von der Verwaltung jedoch als ânicht machbar´ abgelehnt. Hoffen wir, dass es diesmal geht.”
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