Beschwerden nicht auf die leichte Schulter nehmen

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Chefarzt der Orthopädie am MZ in Würselen: Privatdozent Dr. Ferdinand Anton Krappel.

Nordkreis. Häufig merken wir erst wenn Beschwerden auftreten, wie wichtig das Schultergelenk für unseren Alltag ist. Selbst banale Handlungen wie Haare föhnen können für Patienten mit einer erkrankten Schulter zur echten Herausforderung werden.

Die Ursachen für Schulterprobleme können dabei sehr vielschichtig sein. Wie Sie Schulterbeschwerden begegnen und welche Behandlungsmöglichkeiten die moderne Medizin heute bietet, erfahren Interessierte am Mittwoch, 3. Februar, 17 bis 19 Uhr von Privatdozent Dr. Ferdinand Anton Krappel, Chefarzt der Orthopädie des Medizinischen Zentrums in Würselen, und seinem Team. Die Teilnahme an der Informationsveranstaltung im Alten Rathaus, Kaiserstraße 36, ist kostenlos.

Die besondere Anatomie des Schultergelenks macht es zu dem beweglichsten Gelenk unseres Körpers. Ein einzigartiges Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen, Bändern und Knochen gibt unseren Armen diese hohe Bewegungsfreiheit. „Man wundert sich, an wie vielen ganz alltäglichen Handlungen die Schulter auf die eine oder andere Art und Weise beteiligt ist”, sagt Dr. Krappel.

Mit zunehmendem Alter häufen sich allerdings auch die Verschleißerscheinungen. „Dabei nutzt sich mit der Zeit aber nicht nur der Knorpel des Gelenks ab”, weiß der Orthopäde, „sondern vor allem die so genannte Rotatorenmanschette - eine für die Stabilität der Schulter wichtige Sehnen-/Muskelgruppe. Ein Riss der Manschette kann die Arthrose des Gelenkes noch beschleunigen und zu einem vorzeitigen Verschleiß führen.

„Die Medizin hat in den letzten Jahren gewaltige Fortschritte in der Diagnostik und Therapie des Schultergelenkes gemacht”, so Dr. Krappel, „für alle Stadien der Gelenkerkrankung bietet sie eine Antwort. Erfahrungen aus der Sportmedizin und die technischen Möglichkeiten der Diagnostik besonders mit Ultraschall und MRT helfen uns, Schädigungsmuster bei Verletzungen oder chronischen Erkrankungen viel feiner zu beurteilen.” Viele Patienten können konservativ, das heißt ohne Operation vom niedergelassenen Orthopäden therapiert werden, anderen kann mit der so genannten Schlüssellochoperation, der Arthroskopie, geholfen werden.

Aber auch wenn das Gelenk unweigerlich verschlissen ist, bieten moderne Prothesen Abhilfe. „Von der Kappenprothese, die das Schultergelenk quasi überkront bis zum kompletten prothetischen Ersatz des Gelenks versuchen wir für jeden Patienten die individuell beste Lösung zu finden.”

Beim Informationsabend wollen der Chefarzt und sein Team über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Schulterschmerzen umfassend informieren. Dabei sind neben den operativen Therapien konventionelle Verfahren genauso Thema wie Tipps und Empfehlungen für den Alltag. In der Diskussion im Anschluss an den Vortrag stehen Chefarzt Dr. Krappel und sein Team natürlich gern für Fragen der Teilnehmer zur Verfügung.
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