Bescherung im Tierpark: Hundekuchen kommt am besten an

Von: Christoph Classen
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Hmm, nicht schlecht...: Was Vierbeinern mundet, kommt offenbar auch bei kleinen Zweibeinern gut an. So erhielten die Tierpark-Bewohner vorgekostete Hundekekse als weihnachtliche Gabe. Foto: Christoph Classen

Alsdorf. Rentiere rekrutieren, Schlittenkufen schärfen, Päckchen packen: Der Weihnachtsmann hat in diesen Tagen eine Menge zu tun, „HoHoHochkonjunktur” sozusagen. Und der rundliche Rauschebartträger muss ja nicht nur menschliche, sondern auch tierische Wünsche erfüllen.

Zum Glück kann er sich dabei auf kleine Helfer verlassen. Im Tierpark am Alsdorfer Weiher waren es etwa 20 Kinder, die den Weihnachtsmann auf seiner Runde begleiteten.

Natürlich mussten die Helfer den Vorgesetzten zunächst von ihrer Qualifikation überzeugen. Das gelang mit fünf Weihnachtsliedern und einem Gedicht. Und weil sich die Kinder während des Wartens auf den Weihnachtsmann im Kiosk mit Lutschern eindeckten hatten, ist ihre gesangliche Leistung ungleich höher einzuschätzen. Ein Kunststück, mit vollem Mund derart festliche Töne zu fabrizieren.

Protestierendes Gequake

Auch der Weihnachtsmann zeigte sich beeindruckt und nahm die Kinder zum ersten Gehege mit. Dort wurden die Schneeeulen beschert, während die angrenzenden Enten zwar mit lautem Geschnatter auf sich aufmerksam machten, letztlich aber leer ausgingen. Eine Provokation, die mit protestierendem Gequake quittiert wurde.

Esel Franz dagegen konnte sich neben einem Striegelset über einen Halfter freuen. Die Utensilien wurden ihm in den Stall gelegt, aus dem Franz schnell Reißaus nahm, nachdem er die heranstapfende Horde Zipfelmützen-Träger erblickt hatte. „Damit er sich daran gewöhnen kann. Franz soll zahmer werden”, begründete der Weihnachtsmann die Geschenkauswahl. Bei den Waschbären dann war ein besonders mutiger Helfer gefragt, um die Präsente im Gehege abzuliefern. Der fand sich auch, recht forsch ging er an die Aufgabe heran. Mit einem schallenden Schlag auf die Regentonne, in der ein Tier vermutet wurde, sollte selbiges hervorgelockt werden.

Besser funktionierte das Ganze dann mit dem mitgebrachten Hundekuchen, der sich nicht allein bei den Waschbären, sondern auch bei den Kindern großer Beliebtheit erfreute. Nachdem Tierparkleiter Thomas Heckersdorf erklärt hatte, dass dieser auch vom Menschen verzehrbar sei, wollte natürlich jeder ein Stück haben.

Skeptische Lamas

Der Besuch bei den Lamas fiel kurz aus. Noch während die Kinder die neue Tränke platzierten, legten die Vierbeiner die Ohren nach hinten, was laut Heckersdorf aber keine Geste der Dankbarkeit sei... Die erfuhren der Weihnachtsmann und seine Helfer im nächsten Gehege. Die Ziegen wussten das herbeigebrachte Futter in der für sie so typisch stürmischen Art zu schätzen.

Bevor es dann für alle einen heißen Kakao gab, nahm der fünfjährige Noah allen Mut zusammen und fragte den Weihnachtsmann, ob er denn das Erdmännchen bekomme, was er sich so sehr wünsche. „Wenn Du lieb bist, bekommst Du das von mir”, sagte der Weihnachtsmann. „Und wenn nicht, dann vom Christkind”, sagte Noah...
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