Nordkreis - Berufswahl: Beim Speed-Dating springt der Funke über

Berufswahl: Beim Speed-Dating springt der Funke über

Von: Beatrix Oprée
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Stehen den Mitarbeitern gerne mit Rat und Tat zur Seite: Kerstin Moser, Leiterin Marketing im Moser Softwarehaus, und ihr Mann Ingo Moser (l.), Ausbildungsleiter, am Arbeitsplatz von Marius Cretan, Azubi im 2. Ausbildungsjahr. Foto: Beatrix Oprée

Nordkreis. „Hier bin ich, Sie brauchen mich!“ Mit der gebotenen Offenheit hatte Marius Cretan sich beim IHK-Speed-Dating vorgestellt. Und damit bei Ingo Moser, dem verantwortlichen Ausbildungsleiter und Abteilungsleiter Software-Service im Würselener Softwarehaus Moser, offene Türen eingerannt.

Die Einladung zum Vorstellungsgespräch folgte, in dem der 23-Jährige den guten Eindruck von seiner Person manifestierte, der Ausbildungsvertrag zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung war danach schnell unter Dach und Fach. „Ich schätze die persönliche Atmosphäre und die gute Unterstützung hier im Familienbetrieb“, sagt Cretan.

Und die kam ihm auch zupass, als er nach wenigen Monaten feststellte, dass ihm der gewählte Ausbildungszweig doch nicht so zusagte, wie er es sich vorgestellt hatte. Das war auch der Geschäftsleitung nicht verborgen geblieben, der Chef selbst bat ihn zum Gespräch. „Das lief ganz offen, ehrlich und überhaupt nicht von oben nach unten ab. Danach ging es mir viel besser“, sagt der junge Mann. „Wir hatten die Möglichkeit, Herrn Cretan einen anderen Bereich anzubieten“, erzählt Ingo Moser. „Das ist der Vorteil, wenn man in mehreren Berufen ausbildet.“

So schwenkte der 23-Jährige schließlich in den Kundenservice um, der Abschluss zum IT-Systemkaufmann ist nun sein Ziel. Mit der Aussicht auf ein anschließendes Studium. Zurzeit ist er mit einer Telefonaktion unter den Kunden beschäftigt, um die Angebotspalette bekannt zu machen und etwaige Probleme zu eruieren. „Man lernt, sich auf den Kunden einzustellen, die richtigen Fragen zu stellen“, berichtet er. „Und das Wichtigste: Immer höflich belieben.“

„Wir haben flache Hierarchien, unsere Türen sind immer offen für unsere Mitarbeiter, auch ohne Termin“, sagt Kerstin Moser. „Auf ein gutes Betriebsklima legen wir Wert.“ Eine überaus geringe Personalfluktuation trägt dem Rechnung. Dieser familiäre Charakter soll auch in Zukunft erhalten bleiben. Das Unternehmen wurde 1979 von Matthias und Heide Moser gegründet, die auch noch die Geschäftsführung innehaben. Stammsitz ist das einstige Rathaus in Broichweiden, das durch einen Anbau an die wachsenden Ansprüche angepasst wurde.

Duales Studium

Spezialität des Hauses sind Software-Entwicklungen für den Mittelstand und das Handwerk. Tochter Kerstin, Leiterin des Bereichs Marketing, sowie ihre beiden Brüder Christian, Leiter Technologie, und Maximilian, verantwortlich für den Vertrieb, werden die Firma weiter führen. Neben IT-Systemkaufleuten und Anwendungsentwicklern werden bei Moser auch IT-Kaufleute, IT-Systemelektroniker und Fachkaufleute für Dialogmarketing ausgebildet.

Möglich ist zudem ein Duales Studium zum Mathematisch-technischen Software-Entwickler (MATSE) in Kombination mit dem Bachelor-Studiengang „Scientific-Programming“ an der FH Aachen, überdies ein Verbundstudium in der Fachrichtung Wirtschaftsinformatik sowie ein berufsbegleitendes Studium der Wirtschaftswissenschaften in Kooperation mit der Hochschule Niederrhein.

Letzteres hat auch Marius Cretan im Visier, froh über die Unterstützung in seinem Ausbildungsbetrieb, ergänzt durch ein Patensystem: „Es wird wohl in Richtung BWL gehen.“

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