Herzogenrath - Bergbautradition lebt: Den „Adolfpreises“ bei der Mettenschicht vergeben

Bergbautradition lebt: Den „Adolfpreises“ bei der Mettenschicht vergeben

Von: fs
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Stefan Sauren (l.) nimmt den Preis aus der Hand von Dr. Joachim Helbig entgegen: Zu den Gratulanten gehört Pfarrerin Renate Fischer-Bausch und der Vorsitzende Franz-Josef Küppers (r). Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath. Dem Erhalt der Bergbautradition hat sich der Verein „Bergbaudenkmal Grube Adolf“ verschrieben. Mit der Feier der Mettenschicht wird diese Tradition besonders gepflegt. In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde Merkstein wurde die Mettenschicht mit einem Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche und einem Empfang im benachbarten Gemeindesaal begangen.

In diesem festlichen Rahmen sollte der Adolfpreis an den ehemaligen Elektrosteiger Hermann-Josef Sauren überreicht werden. Leider konnte der Preisträger aus gesundheitlichen Gründen, die Auszeichnung nicht selbst in Empfang nehmen. In Vertretung nahmen die beiden Töchter Gabi Schwalke und Ulrike Sauren sowie sein Sohn Stefan Sauren an der Feierstunde teil. Der Verein würdigt mit dem Adolfpreis alljährlich einen Menschen oder eine Institution, die sich um die Bewahrung der Bergbautradition besonders verdient gemacht hat.

Nach alter Überlieferung besteht die Mettenschicht dreiteilig aus einem Gottesdienst, dem Festschmaus und der abschließenden „Bescherung“. Zunächst nahmen viele ehemalige Bergleute mit ihren Angehörigen am Gottesdienst teil, der von Pfarrerin Renate Fischer-Bausch gehalten und vom Knappenchor Sankt Barbara Bergbaumuseum Wurmrevier unter der Leitung von Vize-Dirigentin Verena Schipke musikalisch gestaltet wurde.

Zum geselligen Beisammensein im Gemeindesaal begrüßte Vorsitzender Franz-Josef Küppers die Gäste, darunter viele Träger des seit 1994 vergebenen Adolfpreises. Küppers betonte: „Der Erhalt der Bergbaugeschichte sei in unserer Region wichtig.“ Seit 1994 findet die Preisübergabe statt; seit 1998 wird die von dem Merksteiner Bildhauer Robert Simon geschaffene Adolfplastik vergeben. Sechsmal war dies eine circa 25 Zentimeter große Holzschnitzarbeit. Seit 2006 wird der Adolfpreis in einen Glaskubus gelasert.

In der Pfarrgemeinde sehr aktiv

Laudator Dr. Joachim Helbig betonte: „Der Preisträger sei ein alter Merksteiner, geboren 1934 in der Humboldstraße. In St. Thekla war er Messdiener, von 1981 bis 2001 Mitglied im Pfarrgemeinderat von St. Thekla. So hat er sich auch um die Pfarrchronik von St. Thekla verdient gemacht. Geschaffen hat er den Lichterkranz mit Schlegel und Eisen, der in der Kirche steht, und der an die Grube Adolf erinnert.“

Dr. Helbig überreichte unter Beifall der Anwesenden Stefan Sauren die Auszeichnung für seinen Vater. Mit dem Steigerlied und einigen Advent- und Weihnachtslieder endete eine würdige Feier.

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