Beim Thema Zivilcourage zeigen Schüler Kreativität

Von: Martina Stöhr
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Die Arbeiten der Baesweiler Schülerinnen und Schüler aus dem Wettbewerb „MUTmacherKUNST“ finden weithin große Beachtung: Nun sind sie im Aachener Polizeipräsidium zu sehen. Polizeipräsident Klaus Oelze (r.) eröffnete die Ausstellung. Foto: Harald Krömer

Baesweiler/Aachen. „Kein Risiko. Helden wählen 110“, „Zivilcourage – Schau nicht weg“ und „Trau dich, misch dich ein“ sind nur einige der Schriftzüge auf den Bildern, die Schüler aus Baesweiler gemalt haben, um Zivilcourage einzufordern. Die lässt laut Polizeipräsident Klaus Oelze gerade auf den unteren Ebenen oft zu wünschen übrig. Bei Mobbing, Schlägereien und beim Kampf gegen Neonazis sei sie aber dringend von Nöten.

Die Schüler aus den weiterführenden Schulen in Baesweiler hatten sich im Wettbewerb „MUTmacherKUNST“ gezielt mit dem Thema auseinandergesetzt (wir berichteten), bevor sie sich an die künstlerische Umsetzung machten.

„Viele Kinder wussten mit dem Begriff Zivilcourage nichts anzufangen“, meint Hans-Peter Zillekens, Schulsozialarbeiter der Städteregion. „Sie sollten lernen, welche Situationen bedenklich sind und wie sie reagieren können.“

Ihre Erkenntnisse haben die Schüler in Bildern, Fotos und Collagen festgehalten, die bereits auch im Baesweiler Rathaus zu sehen waren und derzeit im Polizeipräsidium in Aachen zu begutachten sind. Laut Oelze ist das der geeignete Ort, um das Thema Zivilcourage aufzugreifen. Die Polizei sei bei ihrer Arbeit darauf angewiesen, meint er.

Und jetzt lädt die Ausstellung dazu ein, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Körperliche Gewalt spiele an den Schulen keine große Rolle, sagt Hans-Peter Zillekens aus seiner Erfahrung als Schulsozialarbeiter. Auffallend sei dagegen die Gewalt in Zusammenhang mit den Neuen Medien. Auch Cyber-Mobbing haben die Jungen und Mädchen thematisiert. In den unterschiedlichsten Formen fordern sie zur Zivilcourage auf. „Während die älteren Schüler oft die Form des Plakates und Strategien aus der Werbung verwendeten, setzten sich die Jüngeren ganz frei mit dem Thema auseinander“, meint Zillekens und kritisiert, dass Kinder viel zu früh mit der Darstellung von Gewalt in Berührung kommen.

Dass ihre Ausstellung, die angeregt wurde durch das Netzwerk „ImBlick“ der Städteregion, einen solchen Erfolg haben würde, damit haben die Schüler nicht gerechnet. Der Polizeipräsident hatte sie zum ersten Mal im Haus der Städteregion zur Vergabe des Preises für Zivilcourage gesehen.

Er war so begeistert, dass er sie nun ins Aachener Polizeipräsidium holte.

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