Beim Summertime-Konzert geht die Post ab

Von: ehg
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Harmonie im Weidegarten: Der Broichweidener Chor „Lucivers“ eröffnete die fünfte Summertime. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Würselen. Mit dem fünften Summertime-Konzert – das erste unter der souveränen Leitung von Severine Joordens (Gangelt) – läutete der Chor „Lucivers“ nach einem Jahr schöpferischer Pause musikalisch den Weidener Sommer ein.

Gemeinsam mit den geladenen Freunden bot er ein facettenreiches Programm mit Songs von George Gershwin über das „Halleluja“ von Leonard Cohen und „Tears in Haven“ von Eric Clapton bis zu „We are the Champions“ von Queen und „We are the World“ von Michael Jackson. Kassiererin Annette Hunscheidt freute es, zahlreiche Besucher – der Weidengarten platzte aus allen Nähten – begrüßen zu können.

Virtuose Vielseitigkeit

Bei Gershwins Titelsong bewiesen die rund 50 Sänger bereits, was sie gesanglich drauf hatten. Mit „California Dreamin‘“ entführten sie stimmungsvoll in sonnige westamerikanische Breiten. Der Grundstein für das Gelingen des feucht-fröhlichen Abends war gelegt.

Mit dem „Pink Panther Theme“ von Henry Mancini lieferte das Instrumental-Ensemble „Lucitones“, Iris Donner-Hermanns (Saxophon/Klarinette), Claudia Pütz (Querflöte), Werner Wienands (Klavier) und Bernd Bresseler (Schlagzeug), eine erste Kostprobe seiner musikalischen Vielseitigkeit ab. Bereichert wurden seine Darbietungen durch Karl Graf am Akkordeon. Solistisch setzte er sich mehrfach virtuos in Szene, zunächst mit einem „Rondo Musette“ von Stephan Müller, dann aber auch mit der russischen Volksweise „Schwarze Augen“ und schließlich noch mit dem „Kommissar-Maigret-Thema“. Er entpuppte sich als Meister seines Fachs. Die Besucher geizten nicht nur bei seinen Darbietungen, sondern auch bei denen des Chors und der „Lucitones“ nicht mit Beifall. Ein unüberhörbares Danke für die musikalischen Appetithäppchen.

Eine echte Überraschung war der Auftritt der „Lucisisters“, drei Sopranistinnen und drei Altistinnen. Da ging bei „It‘s raining Men“, später aber auch bei „I‘m so Excited“ von den „Pointer Sisters“ so richtig die Post ab. Der Chor „Lucivers“ ließ ebenfalls bei zwei Filmmusiken aufhorchen, bei „Vois sur ton Chemin“ aus dem französisch-schweizerischen Streifen „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ und mit „Gabriellas Song“ aus dem gleichnamigen schwedischen Welterfolg. Untermalt wurden die vom Chor intonierten Songs von Claudia Pütz auf der Querflöte. „Über den Wolken“ entführte der Chor mit dem Lied von Reinhard May. Von ferne war das Knattern der Motoren zu hören. Als Kontrast dazu „Sound of Silence“ von Paul Simon. „Winnetou meets Old Shatterhand“ von Martin Böttcher setzten die „Lucitones“ auf „Tears in Heaven“ drauf. An die Freiheitsbewegung in den Südstaaten der USA erinnerte der Chor mit dem Song „I have a Dream“. Martin Luther King ließ grüßen und mahnte gleichzeitig angesichts der traurigen Ereignisse unserer Tage. Ob sich sein Traum vom Frieden auf der Welt jemals erfüllen wird? Schade wäre es, wenn er nur eine Utopie gewesen sein sollte!

Dass der Chor „Lucivers“ und seine Gäste zum Ende des gelungenen Konzertes noch traditionelle Lieder gemeinsam anstimmten, war vom ersten Tag an Ehrensache und sollte es auch so bleiben. Neben musikalischen Genüssen gab es auch Gaumenfreuden.

Ein Wiederhören mit den engagierten Sängern gibt es am 12. September beim Gemeindefest der drei ehemaligen Broichweidener Pfarren. Geprobt wird aber auch schon für das nächste Adventskonzert am 5. Dezember in der Kirche St. Lucia.

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