Beim EWV-Cup ist die Liste der Favoriten lang

Von: Benjamin Jansen
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Ist Andreas Havenith mit dem TV Weiden beim EWV-Cup wieder oben auf? Foto: Wolfgang Birkenstock

Broichweiden. René Matt freut sich auf den Moment, wenn am Sonntagabend das Finale um den EWV-Cup abgepfiffen wird. Es ist nicht so, dass der Hauptorganisator keine Lust auf das vom TV Weiden ausgerichtete und überaus prominent besetzte Turnier hätte; im Gegenteil: Seit einem Monat läuft die heiße Phase der Vorbereitung, und bisher läuft es sehr gut. „Aber nach dem Finale fällt die Anspannung von mir ab“, sagt Matt und lacht.

Noch größer als die Anspannung ist die Vorfreude, denn dem Organisationsteam ist es wie schon in den Vorjahren gelungen, die klassenhöchsten Handball-Teams der Region für das Turnier zu gewinnen, das zum elften Mal mit der Unterstützung von Sponsor Energie- und Wasser-Versorgung GmbH (EWV) ausgetragen wird.

Bevor das Turnier am Samstag ab 13 Uhr richtig startet, wird am Freitagabend noch der letzte Cup-Teilnehmer ermittelt. Das Qualifikationsturnier hat sich bewährt, und so werden auch in diesem Jahr wieder die Zweitvertretungen von Westwacht Weiden, BTB Aachen, Schwarz-Rot Aachen, dem VfL Bardenberg und dem gastgebenden TV Weiden um eine „Wildcard“ für das Hauptturnier spielen, die der Sieger der Runde erhält.

Die besten Chancen, das Hauptfeld zu erreichen, schreibt Matt der Reserve von BTB Aachen zu, weil sie „eine eingespielte Truppe“ haben. Wenn es nach dem 46-Jährigen geht, spricht aber auch nichts dagegen, dass sich der Vorjahresqualifikant erneut durchsetzt: die Zweite des TV Weiden. „Als Organisator bin ich zur Neutralität verpflichtet und freue mich für jeden Verein, der sich qualifiziert“, sagt Matt mit einem Schmunzeln.

Natürlich würde er sich aber auch freuen, wenn „sein Verein“, so nennt er den TV Weiden, das Triple perfekt machen würde und zum dritten Mal in Folge das Hauptturnier erfolgreich beenden würde, aber Matt sagt auch: „Vielleicht wäre es gut, wenn auch mal ein anderer Verein gewinnen würde.“ Der EWV-Cup soll für alle Vereine interessant bleiben, und einen anderen Namen auf den Siegerpokal zu gravieren, bringe Abwechslung ins Turnier.

Die Chancen dazu stehen nicht schlecht, glaubt Matt. Ganz oben auf der Favoritenliste hat er den Oberligisten BTB Aachen, der in der vergangenen Saison den Aufstieg in die Nordrheinliga knapp verpasst hat und auch in dieser Saison mit einer eingespielten Mannschaft wieder oben angreifen will. Auch Vorjahresfinalist Westwacht Weiden steht bei Matt hoch im Kurs.

Beim TV Weiden, immerhin Nordrheinligist und damit klassenhöchstes Team beim Cup, will man das Turnier dagegen nutzen, um sich für die Saison einzuspielen. Leistungsträger haben den Verein verlassen, Zugänge müssen integriert werden. Dass die Titelverteidigung deshalb kein Selbstläufer wird, ist auch Weidens Trainer Drago Matijevic klar: „Ich erwarte ein sehr spannendes Turnier mit vielen ausgeglichenen Spielen. Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen.“

Auch dem einzigen Dürener Vertreter beim Cup, dem Birkesdorfer TV, werden gute Chancen auf den Sieg eingeräumt, da sich der Verbandsligist gut verstärkt hat. Unter anderem mit Jakob Ernst, der die Halle an der Parkstraße, wo der EWV-Cup ausgetragen wird, nur zu gut kennt: In der vergangenen Saison spielte der Bruder von Nationalspieler Simon Ernst noch für den TV Weiden, bevor es ihn wieder in die Heimat zog. „Jakob Ernst kann dem Turnier seinen Stempel aufdrücken“, ist Matt überzeugt.

Internationales Flair erhält das Turnier durch die KTSV Eupen, die in der 2. Division Belgiens spielt und „neuen Schwung“ reinbringen soll. „Der belgische Handball ist nicht so körperbetont wie der deutsche. Dafür wird viel Wert auf Technik gelegt. Es wird spannend zu sehen, wie sich Eupen schlägt“, freut sich der Hauptorganisator auf den Auftritt der Belgier. Unabhängig vom Ausgang des Turniers steht schon fest, dass der EWV-Cup für alle Teams eine erste offizielle Standortbestimmung ist. Das war schon früher so, und das wird auch in diesem Jahr so sein. Unmittelbar nach dem EWV-Cup steht der Saisonauftakt an.

René Matt kennt die Abläufe genau, er weiß, worauf es ankommt, damit der Cup auch in diesem Jahr wieder zu einem großen Handball-Fest wird. Der 46-Jährige ist seit vielen Jahren Mitglied des Organisationsteams ist, und im Vorjahr hatte er seine Feuerprobe, als er die Nachfolge von Josef Maaßen als Cheforganisator antrat. „Josef ist beim Turnier immer noch in der Halle und steht mir mit Rat und Tat zur Seite“, ist Matt seinem Vorgängen auch heute noch für die Unterstützung dankbar. Bei der Premiere im Vorjahr gab es keine Komplikationen, auch wenn René Matt einräumt, dass es „etwas stressiger ist, wenn man als Hauptverantwortlicher unterwegs ist“. Dieser Stress dürfte spätestens von ihm abfallen, wenn das Finale gespielt ist.

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