Beide sind dem Karneval eng verbunden

Von: rp
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Großer Jubel auch auf der Bühne: In der Stadthalle Alsdorf wurde das Prinzenpaar Frank II. und Sandra proklamiert. Foto: Wolfgang Sevenich

Alsdorf. Schon alleine der äußere Rahmen ließ mit der Prinzenproklamation des Prinzenpaares Frank II. und Prinzessin Sandra vom Festkomitee Alsdorfer Karneval ein karnevalistisches Großereignis erwarten, welches mit jeder karnevalistischen Hochburg hätte konkurrieren können: eine voll besetzte Stadthalle mit einem herrlichen Bühnenbild, erwartungsfrohen und aufmerksamen Besuchern, unter ihnen viel Prominenz aus allen Lagern mit Bürgermeister Alfred Sonders und seinem Vertreter Heinrich Plum an der Spitze.

Hinzu kommt der glänzend disponierte Moderator und Präsident des Festkomitees, Klaus Mingers, der es dann auch verstand, Ernsthaftigkeit mit Humor zum richtigen Zeitpunkt zu mixen und hierdurch besonders die längere Phase der Proklamation toll über die Bühne zu bringen.

Insignien der Macht übergeben

Nach der offiziellen Begrüßung legten acht Tanzmariechen aus Vereinen des Festkomitees einen sehenswerten Tanz hin. Prinz Frank II. ist Vizepräsident der KG Burgwache Alsdorf. Ihm zu Ehren zogen zahlreiche Vereine des Festkomitees mit ihren Standarten und Abordnungen auf. So war der Weg für den Empfang des Prinzenpaares mit der Prinzengarde unter den Klängen des Fanfarenzuges der Prinzengarde geebnet. Beifall umrauscht zog das Prinzenpaar ein.

Präsident Mingers stellte das Prinzenpaar als 71. Herrscherpaar des Festkomitees mit Gefolge in allen Einzelheiten vor und freute sich, dass die KG Burgwache Alsdorf nach über 50 Jahren wieder einmal ein Prinzenpaar stellt. „Beide sind mit ganzem Herzen dem Karneval verbunden“, erzählte Mingers. Bürgermeister Sonders folgte mit dem Stadtschlüssel, den Stadtorden und einem Geschenk der Stadt, wobei er feststellte, dass es sich beim neuen Prinzenpaar um lebenslustige Menschen handele, die gerne feiern. Traditionell überreichte der Festausschuss durch Geschäftsführer Karl-Heinz Heinen die Prinzenkette.

Nach der Übergabe der Prinzenmütze durch Ex-Prinz Günther Forsteneichner und der Verlesung der Proklamationsurkunde durch Vizepräsident Toni Klein schlug die Stunde des Prinzenpaares, nachdem auch die Vertreter der Kirchengemeinden, Pfarrer Uli Eichenberg und Pastor Konrad Drehsen, ihre Glückwünsche übermittelt hatten. Prinz Frank II. wandte sich an seine närrischen Untertanen mit wohl formulierten Worten. „Heute ist mein persönlicher Traum, einmal Prinz dieser Stadt zu sein, in Erfüllung gegangen, was ich in erster Linie meiner Prinzessin Sandra zu verdanken habe und wofür ich mich herzlich bei ihr bedanken möchte.“ Herzliche Dankesworte, die natürlich viel Beifall fanden.

Regierungsprogramm

In seinem Elf-Punkte-Programm trug er viele Bitten an die Mitbürger vor, das Prinzenpaar auf seinem langen Weg bis Aschermittwoch zu begleiten. Unter anderem forderte Frank II., bis zum Ende der Session gebührenfrei überall parken zu dürfen. Knöllchen müsste Bürgermeister Sonders an den Karnevalstagen am Karnevalsbrunnen verbrennen.

Auch die Stimmungslieder des Prinzenpaares hatten es in sich. Schließlich wurde der erste Orden für viele beteiligte Aktive, aber auch für die Mutter des Prinzen, verbunden mit einem Blumenstrauß, verliehen. Den letzten aber inhaltsschweren Akt vollzog Kommandant Günther Forsteneichner, als er dem Prinzenpaar bis Aschermittwoch seinen tollen Fanfarenzug anvertraute: „Möget ihr gemeinsam die Herzen der Närrinnen und Narren erstürmen.“

Nach Grußworten der Vertreter des Verbandes VKAG, des Karnevalsausschusses Hoengen und der Broicher Siedlung schloss sich ein Programm an, bei dem Imitator Jörg Hammerschmidt aus Berlin der absolute Hammer war. Statt 20 riss er 40 Minuten lang die Besucher von ihnen Stühlen. „Hätten wir diese Wirkung gekannt, bräuchte man keine weiteren Programmnummern“, zeigte sich Präsident Mingers begeistert. Das heißt aber nicht, dass die folgenden Mitwirkenden beim Publikum nicht ankamen.

Stimmungsvolles Programm

Im Gegenteil: Tanzmariechen Lara Lenzen von der KG Buscher Jonge, die neue Gesangsgruppe Willi Wilden und Kocki aus Bornheim, das tolle Tanzcorps Fidele Sandhasen aus Oberlar und natürlich der Fanfarenzug der Prinzengarde sorgten gekonnt dafür, dass die glänzende Stimmung bis zum Auszug der Aktiven gegen Mitternacht anhielt, wozu natürlich auch die Kapelle „Swing-Combo“ aus Eschweiler wesentlich beitrug.

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