Herzogenrath - Bei der Umgestaltung von Herzogenrath sind die Bürger gefragt

Bei der Umgestaltung von Herzogenrath sind die Bürger gefragt

Von: Beatrix Oprée
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Freuen sich über die Bürgerbeteiligungsaktion und haben es sich auf den Modellbänken vor dem Projektbüro bequem gemacht: (v.l.) Thomas Kalitzki, Edeltraud Penners, Ingetraud Langohr, Helga Etz und Regine Novotny im Gespräch mit dem neuen Innenstadtmanager Christoph Küpper.

Herzogenrath. „Das ist ja eine tolle Idee!“, Ingetraud Langohr nimmt gleich einmal Platz. „Nee, die andere Rückenlehne ist bequemer!“ Thomas Kalitzki pflichtet ihr bei: „Die ist etwas steiler, das kommt besser.“ Beide sind begeistert, beim Bummel durch die Stadt auf die Aktion „Probesitzen“ gestoßen zu sein: „Dass die Bürger mitbestimmen dürfen, welche Bänke demnächst in der Stadt aufgestellt werden, ist super!“

Montags bis freitags stehen die beiden Probebänke aus Stahl und von funktionaler Eleganz vor dem am Donnerstag ebenfalls offiziell eröffneten Projektbüro Herzogenrath-Mitte an der Kleikstraße 32 von 8 bis 15 Uhr bereit.

Die Modelle „Segovia“ der Firma Prünte sowie „Vera“ der Firma Ziegler sind das Ergebnis einer Vorauswahl des Technischen Betriebsamts, das bei den Kriterien darauf geachtet hat, dass die Sitzgelegenheiten nicht nur bequem, sondern auch vandalismusresistent sein müssen und bei Pflege und Wartung möglichst wenig Aufwand bereiten sollen.

Attraktive Preise

Um möglichst viele Bürger zur Stimmabgabe zu bewegen, ist in Kooperation mit den Einzelhändlern gleich auch noch ein Preisausschreiben ausgelobt worden. Und das Interesse war am ersten Tag bereits groß, Lea Palm und Glasen, beide Auszubildende bei der Stadtverwaltung, verteilten jede Menge Stimmzettel.

Bürgermeister Christoph von den Driesch richtete im Ladenlokal derweil seinen Dank an alle Beteiligten, unter anderem die Kollegen aus den Fachämtern, die das Handlungskonzept zur Umgestaltung der Innenstadt nach intensiver Arbeit nun auf den Weg gebracht haben. „Jetzt steht die Umsetzung an!“

Die Umsetzung von rund 60 Einzelprojekten, die unter anderem das Fassadenprogramm, den Bau einer Wurmpromenade, die Neugestaltung des Villa-Marbaise-Terrains, aber auch des Bereichs unter der Bahnbrücke und vor der Marienkirche sowie die Anlage einer Grünfläche umfasst. Gemeinschaftlich dafür zu sorgen, wieder Kaufkraft in die Stadt zu locken, gab er als Devise aus.

Auch mit Verweis darauf, dass unter anderem zusammen mit St. Gobain einiges auf den Weg gebracht worden sei, um den Firmenstandort weiter zu fördern. Der angesiedelte Forschungs- und Entwicklungsbereich sei mit ein Faktor, um mehr Leben in die Stadt zu bringen, daran, so der deutliche Hinweis des Bürgermeisters, sollte der Einzelhandel anknüpfen. Denn das „integrierte Handlungskonzept“ basiert auf dem Zusammenspiel von öffentlicher Hand, Privatinvestoren und der Bürgerschaft.

Von den Driesch zeigte sich zuversichtlich, in diesem Sinne, quasi „Hand in Hand“, weitere „Mitarbeiter“ zu gewinnen. Dank sagte er auch den Eheleuten Claudia und Rolf Wieland, die das Ladenlokal zu günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt hätten, in dem sich die Bürger über die Pläne für Herzogenraths Mitte informieren und mit eigenen Anregungen, aber auch konstruktiver Kritik und Verbesserungsvorschlägen aufwarten können.

„Unsere Mitte – mach mit“ fordert entsprechend das richtungweisende Logo auf, das, entworfen im Aachener Büro „G29“, nicht nur das Schaufenster an der Kleikstraße 32, sondern auch Infoflyer und Aufkleber zieren.

Knapp vier Jahre hat der am Donnerstag auch offiziell eingeführte Innenstadtmanager Christoph Küpper, Stadtplaner aus dem mit dem Konzept betrauten Aachener Büro für Kommunal- und Regionalplanung (BKR), nun Zeit, um die geplanten Projekte „Hand in Hand“ umzusetzen. „Ein strammes Programm“, wie er selbst sagt. In Vorfreude auf die Zusammenarbeit mit den Herzogenrathern.

 

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