Alsdorf - Behindertenbeirat: Alltag den neue Bedürfnissen anpassen

Behindertenbeirat: Alltag den neue Bedürfnissen anpassen

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Interessenvertreter: Der neu gewählte Vorsitzende Norbert Koerlings (2.v.r.) und seine Stellvertreterin Anna Nießen-Stellmach erläutern (v.l.) Dezernent Stephan Spaltner, Bürgermeister Alfred Sonders und Sozialamtsleiter Wolfgang Schleibach die vielfältigen Aufgaben des Behindertenbeirats.

Alsdorf. Anhand der Auswirkungen des demografischen Wandels“lasse sich die Entwicklung der Bevölkerung auch in Alsdorf gut erklären. „Wir werden weniger, bunter und vor allem älter“: Im Rahmen der Stadtteilgespräche, zu denen Bürgermeister Alfred Sonders regelmäßig einlädt, wird unter anderem auf die Entwicklung der Altersstruktur eingegangen.

Markant ist etwa die Prognose der Städteregion in ihrem Kompendium zum demografischen Wandel, dass sich die Zahl der über 80-Jährigen in Alsdorf bis 2030 fast verdoppele. Demzufolge seien immer mehr Menschen auf fremde Hilfe und Unterstützung im alltäglichen Leben angewiesen. Im Straßenbild nimmt die Zahl der Rollatoren und Rollstuhlfahrer stetig zu.

Neuen Bedürfnissen, etwa Barrierefreiheit, muss Rechnung getragen werden, um die Mobilität behinderter Menschen zu ermöglichen. Die Stadt Alsdorf hat nun das Projekt „Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehrsraum“ initiiert, das bereits im Stadtrat vorgestellt wurde. Im ganzen Stadtgebiet sollen sukzessive an Einmündungen die Bordsteine abgesenkt werden. Daneben soll die Einrichtung von Behindertenparkplätzen überprüft und optimiert werden.

Dass dieses Thema nicht nur in Alsdorf aktuell ist, kann man daran erkennen, dass das „KSL NRW – Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben“ in für den 20. März einen „Aktionstag für Mobilität von Menschen für Behinderungen“ ausgerufen hat. Auch daran will Alsdorf sich beteiligen. Dass dies im ständigen Kontakt mit den Bürgern geschieht, dafür steht in Alsdorf bereits seit 1993 der Beirat für Menschen mit Behinderungen.

Die Aufgaben der Beiratsmitglieder beziehen sich nicht nur auf die optimale Mobilität behinderter Menschen, ihre Belange sind noch viel weitgehender: behindertengerechte Gestaltung der Alsdorfer Spielplätze, Vergabe des „Signets Nordrhein-Westfalen ohne Barrieren“ an Alsdorfer Geschäfte und Einrichtungen, die Barrierefreiheit in ihren Geschäften anbieten, mögliche Standorte und die Erreichbarkeit der Behindertentoiletten, Tätigkeiten der behindertengerechten Einrichtungen im Stadtgebiet wie die Caritas-Behindertenwerkstatt oder das Anna-Roles-Haus sowie die Möglichkeit der Akteure, sich und ihr Handeln im Beirat persönlich vorzustellen. Ein weiteres Aufgabenfeld ist die Vorstellung von Konzepten zu sonderpädagogischen Förderprogrammen zur Beschulung von Kindern mit Behinderungen.

Der Beirat entsendet ein Mitglied in den Ausschuss für Stadtentwicklung als Vertreter für die Belange der behinderten Menschen. Neben Entsandten der politischen Parteien und der Verwaltung sind Vertreter des Arbeitskreises „Hilfe für Behinderte“, des VdK, der Behindertensportgemeinschaft Alsdorf, des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, der KoKoBe Alsdorf, des Blinden- und Sehbehindertenvereins Alsdorf, des Anna-Roles-Hauses sowie des Cartias-Behindertenwerks Alsdorf im Beirat vertreten.

Die unterschiedlichen Interessenlagen behinderter Menschen sollen durch die heterogene Besetzung des Beirats optimal vertreten werden.

Der neu gewählte Vorsitzende des Behindertenbeirats, der Stadtverordnete Norbert Koerlings, und seine Stellvertreterin, Stadtverordnete Anna Nießen-Stellmach, erläutern bei ihrem Antrittsbesuch bei Bürgermeister Alfred Sonders nochmals die vielfältigen Aufgaben des Beirates. Aufmerksame Zuhörer waren auch der zuständige Dezernent Stephan Spaltner, der Leiter des Sozialamts, Wolfgang Schleibach, sowie der Geschäftsführer des Beirats, Frank Vogel.

Der Bürgermeister: „Ich bin froh, dass die Belange der Alsdorfer Menschen mit Behinderungen bei ihnen in so guten Händen sind.“

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