Beggendorfer St.-Hubertus-Schützen feiern 50-Jähriges

Von: Daniel Gerhards
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Gründungsmitglied Franz Josef Wagemann erklärt dem Schirmherrn, Bürgermeister Willi Linkens, wie die St.-Hubertus-Schützen ihre Tradition über ein halbes Jahrhundert pflegten. Foto: Daniel Gerhards

Baesweiler. Der Zweite Weltkrieg lag über ein Jahrzehnt zurück, es war die Zeit des Wirtschaftswunders. Vor 50 Jahren gründeten acht junge Männer in Beggendorf eine Schützenbruderschaft. Nun blickten die St.-Hubertus-Schützen mit einer Ausstellung und einer Filmvorführung auf ihre Geschichte zurück.

Und nicht nur das. „Wir wollten die Kirmes in unserem Dorf wiederbeleben”, erklärt Gründungsmitglied Franz Josef Wagemann. Zudem sollte die historische Schützenbruderschaft - einer solchen dürfen nur Mitglieder einer christlichen Kirche beitreten - die alteingesessenen Beggendorfer und die „Zugezogenen” zusammenführen.

Mit der Ausstellung blickten die Schützenbrüder auf die Gründertage und die junge Vergangenheit ihres Vereins zurück. Eines können wohl nur wenige Bruderschaften behaupten: Alle Könige sind auf Film verewigt.

Bei der Ausstellung im Vereinsheim der der St.-Hubertus-Schützen flimmerten die Majestäten über den Bildschirm. So wurde ein Stück der Geschichte des Dorfs erlebbar. In den ersten 30 Jahren hat Franz Josef Wagemann selbst gefilmt.

„Ich habe mich immer als Archivar und Chronist gefühlt.” So bereitete er das Filmmaterial und viele teils historische Relikte aus der Vereinsgeschichte auf. Zu sehen gab es etwa Bilder aller Könige, das erste Königssilber, die 50 Jahre alte Fahne oder Nachbauten der Holzvögel, die die Schützen alljährlich ins Visier nehmen, um ihren König zu küren.

Denn auch die Vögel haben ihre Gestalt im Laufe der Jahre verändert - und jeder hat seine eigenen Tücken. „Manchmal hing nur noch ein kleines Stück Holz an der Schraube. Da haben wir schon bis in die Puppen drauf geschossen”, erinnert sich Brudermeister Ferdi Reinartz. Auch die Fahnenschwenker der Bruderschaft bekamen ihren Platz in der Ausstellung.

Besonders erfolgreich war Henning Reinartz. Er wurde sechsmal Bundesmeister und stellte sein Können am Palmsonntag 2003 auf dem Petersplatz in Rom in der Heiligen Messe vor den Augen von Papst Johannes Paul II. unter Beweis.
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