Beggendorf stellt sich der Konkurrenz

Von: Yannick Longerich
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Noch finden die „Lagebesprechungen“ mit Hilfe von Skizzen und Plänen statt: Die Interessengemeinschaft Beggendorf arbeitet mit Hochdruck an der Präsentation ihres Ortes bei „Unser Dorf hat Zukunft“ im kommenden September. Günter Scheidt steht zusammen mit Andrea Drossard (Städteregion) Ferdinand Reinartz, Edwin Michel und Dr. Karl-Josef Strank (v.l.n.r.) beratend zur Seite. Fotos (7): Yannick Longerich. Foto: Yannick Longerich.

Baesweiler. Noch ist es ruhig in Beggendorf, die Arbeiten laufen lautlos hinter den Kulissen ab. Bevor sich der Ort im September der Wettbewerbskommission von „Unser Dorf hat Zukunft“ stellt, wird noch einiges passieren, obgleich sich alle Verantwortlichen bereits jetzt einig sind: Der Status Quo ist bereits ein großer Erfolg.

Seit der Wettbewerbsmeldung im letzten Sommer hat sich die Interessengemeinschaft aus Beggendorf in sechs Arbeitsgruppen gegliedert, die sich den geforderten Bewertungsbereichen annimmt. Unter der Leitung von Edwin Michel und Ortsvorsteher Ferdinand Reinartz wurde der Stand der Dinge vorgestellt.

Michels, selbst tätig in der Arbeitsgruppe „Soziales und kulturelles Leben“, hob neben der Vereinsarbeit im Dorf – beachtliche 804 aktive Mitglieder verteilen sich auf 17 Vereine – vor allem die Struktur im Ortskern hervor: „Zentraler Blickfang ist die Kirche St. Pankratius, der Turm sticht überall sofort ins Auge.“

In Kombination mit der Grundschule, dem Kindergarten und der Kita sei der Ortskern ein Hort der sozialen Begegnung. Darüber hinaus sei die EWV-Bürgerhalle, in die über 19.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden investiert wurden, symbolhaft für eine funktionierende Dorfgemeinschaft.

Stephan Praest von der Arbeitsgruppe „Wirtschaftliche Entwicklung und Initiative“ nahm diesen Faden auf und erläuterte die Situation in Bezug auf Einzelhandel und Gastronomie. Falls der ansässige „Nahkauf“, seit Jahrzehnten in privater Hand von Willibert Kraus, irgendwann einmal wegfiele, sei für die örtliche Lebensmittelversorgung in Zukunft auch eine genossenschaftliche Lösung in Form eines Dorfladens denkbar.

Erlebnisgarten

Dass der erste Eindruck bekanntlich entscheidend ist, war für die Arbeitsgruppe „Flächen- und Grüngestaltung“ unter der Leitung von Dr. Karl-Josef Strank zentrales Thema. Die Grünflächen von Kirche und Schule könnten zu einem gemeinsamen Garten vereint werden, der, versehen mit Naturspielelementen, zu einem Lernort für Kinder würde. Ein barrierefreier Zugang zum grünen Hort ist dabei zwingend erwünscht.

Im Zuge dessen sei laut Reinartz kein Engagement denkbar, was nicht auf einem intensiven Austausch mit den zuständigen Behörden und den Bildungseinrichtungen selbst beruht. Ein ständiges Gremium aus der Beggendorfer Bürgerschaft könne dazu beitragen, ein solches Projekt auch langfristig zu pflegen und zu fördern.

Roter Faden für September

Professionelle Hilfe stand den Beggendorfern in Form von Günter Scheidt, selbst mehrfach mit seinem Heimatort Eicherscheid im Wettbewerb unterwegs, und Andrea Drossard, Dezernentin der Städteregion Aachen, zur Seite. Scheidt mahnte die Verantwortlichen eindringlich, penibel auf den Zeitplan bei der Begehung im September zu achten: „Die veranschlagten zwei Stunden sind schnell vorbei. Stellen Sie unbedingt sicher, dass bei der Begehung keine Station zu kurz kommt. Eine Generalprobe des Fahrplans kann hier helfen“

Sowohl Scheidt, als auch Drossard zeigten sich ein wenig überrascht, dass die Beggendorfer einen Großteil ihrer bisherigen Bemühungen dazu aufgebracht hätten, dass Stadtbild noch zu verschönern. „Sie müssen sich nicht verstecken, stellen Sie auch dar, was der Ort jetzt schon vorweisen kann“, so Drossard.

Etwaige Befürchtungen der IG in Bezug auf Wetterkapriolen konnte Drossard minimieren: „Die Kommission ist wetterfest. Auch ein Müllabfuhrtermin an besagtem Tag ist kein Minuspunkt, vielmehr zeigt dies ein authentisches Bild des Ortes. Zusammen mit Webmaster Rüdiger Emmler wird sich die IG in den kommenden Wochen intensiv mit dem Internetauftritt Beggendorfs beschäftigen.

Eine Gesamt-Gegenüberstellung der Stärken und „Schwächen“ des Ortes wird zeitnah vorgelegt, um sich bestmöglich auf den Endspurt vorzubereiten. Unabhängig vom Wettbewerb kann Beggendorf sich sicher sein: „Wir haben jetzt schon gewonnen.“

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