Beckers und Co. nehmen Städteregion aufs Korn

Von: Nina Krüsmann
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Kurzweilig: Bei „Kultur nach
Kurzweilig: Bei „Kultur nach Acht” in der Burg hatte Gastgeber Jürgen Beckers diesmal die Städteregion im Visier. Foto: Nina Krüsmann

Baesweiler. In der Reihe „Kultur nach Acht” hatte Gastgeber Jürgen Beckers diesmal die Städteregion im Visier. In der Burg Baesweiler nahm er die jüngsten Entwicklungen gekonnt aufs Korn.

Die Städteregion Aachen bot ihm viele Möglichkeiten der kabarettistischen Interpretation: „Das ist quasi die Wiedervereinigung auf kreis-kommunaler Ebene, auf die wir alle hingelebt haben”, sagte Beckers eingangs.

Er habe zuvor überhaupt gar nicht gewusst, dass es so ein Wort überhaupt gibt. „Nun haben wir in der Städteregion nicht nur viele verschiedene Menschen, sondern auch viele verschiedene Dialekte. Der heutige Abend soll eine Mischung aus Hochdeutsch, meinem Dialekt und dem Platt meiner Öcher Gäste bieten”, sagte der Kabarettist, der sich aus Aachen den Kollegen Wendelin Haverkamp und Dieter Kasparis Formation „Blues mich jet” eingeladen hatte.

Feinsinnige Unterhaltung

Tatsächlich bot der ausverkaufte Abend jede Menge Abwechslung und feinsinnige Unterhaltung. Auch der „Regierungsbezirk Köln”, Baesweilers kommunale Neugliederung und der ständige Um- und Ausbau des ehemaligen Kreishauses an der Aachener Zollernstraße bekamen ihr Fett weg. Nicht zuletzt aber Beckers Erlebnisse auf dem Tivoli oder beim Aachener Reitturnier sorgen immer wieder für Lacher. Und auch der Aachener liebste Süßigkeit, die Printen, brachte Beckers einmal mehr aufs kabarettistische Tablett.

Kaspari und seine drei Musikerkollegen schilderten in ihren Blues-Kompositionen die Probleme des Alterns, die Sommerzeit in Aachen oder Erlebnisse aus der Zeit, in der die gute alte Straßenbahn durch die Kaiserstadt fuhr. Aber auch Beckers selbst stimmte ein Liedchen an: Mit einer Ballade á la Semino Rossi besang er seine Leidenschaft für Süßes. „Wenn ich Stress hab, dann muss ich schnützen”, schallte es durch die Burg. Beckers Musiker und Freund Harald Claßen untermalte das Ganze wie gewohnt professionell. „Das soll hier kein langweiliger Vortrag sein, es ist mehr so, als würde man sich unterhalten”, betonte Beckers.

Heimatbezogene Kochtipps

„So was wie die Städteregion hatte uns gerade noch gefehlt, das ist jetzt das neue Wir-Gefühl”, stellte Haverkamp fest. Als gebürtiger Bonner, der seit 25 Jahren in Aachen lebt, stelle er sich oft die Frage, wo er eigentlich sei. „Ich bin der Prototyp des Gesamtrheinländers, obwohl mein Vater Westfale ist.”

Keine Frage, dass Haverkamp auch gerne und ausführlich auf die Unterschiede im Karnevalsbrauchtum einging. Rheinländer und Westfalen würden sich hauptsächlich darin unterscheiden, dass der „Fastelovvend” im Rheinischen eher „spontan und fröhlich” sei. Auch jede Menge heimatbezogene Kochtipps hielt Haverkamp für sein Publikum bereit.
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