Bauunterhaltung verschlingt Millionen

Von: Karl Stüber
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Die Trauerhalle in Mariadorf wird derzeit „runderneuert“: Das gut 144.000 Euro teure Projekt ist aber nur eines der GSG Grund- und Stadtentwicklung GmbH in Alsdorf. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Groß war der Ärger um den Zustand der Alsdorfer Friedhöfe. Besonders die Einrichtungen in Mariadorf und im Norden der Stadt ließen zu wünschen übrig. Die Grünpflege war zuletzt fast zum Erliegen gekommen, Dreck und Abfall lagen herum, Wege wurden zu Schlammbahnen, überhaupt die Entwässerung selbst unter der Erde (Wachsleichen) machte und macht noch Probleme.

An entsprechenden Lösungen hier wird noch gearbeitet.

Vieles hat zwischenzeitlich die GSG Grund- und Stadtentwicklung GmbH, die im Auftrag der Kommune die Sanierung und Pflege übernahm, geleistet, um die Rückstände aufzuarbeiten, was allerdings in 2012 und 2013 die Kosten hierfür deutlich in die Höhe trieb (rund 550.000 Euro mehr).

Sensibles Thema Friedhöfe

Dazu gehört die Sanierung der Trauerhalle Mariadorf, die in einem unakzeptablen Zustand war. Wie GSG-Geschäftsführerin Kathrin Koppe im Ausschuss für Gebäudewirtschaft berichtete, wurden die schäbige Fassadenverkleidung mittlerweile entfernt und das Dach saniert. Nun ist der Haupttrakt wieder manierlich anzuschauen. Aber nicht genug damit: Zur Zeit wird der Abriss des nicht mehr benötigen Nebengebäudes vorbereitet. Tiefbauarbeiten für den Vorplatz und Malerarbeiten werden ausgeschrieben, für Schreinerarbeiten (Austausch der Fenster und Aufarbeitung der Türen) werden Angebote hereingeholt. Im Sommer soll alles fertig sein. Aus Mitteln der Bauunterhaltung sind exakt 144 200 Euro budgetiert. Die Summe wird möglicherweise nicht voll ausgeschöpft werden müssen. Angeregt wurde aus Reihen des Ausschusses, Restmittel für Arbeiten auf anderen Friedhöfen einzusetzen. Bis auf die Schlussabnahme mit dem Bauordnungsamt und die Beseitigung geringfügiger Restarbeiten bei der Elektroinstallation ist die Brandschutzsanierung der Grundschule Begau laut GSG abgeschlossen. 120.000 Euro wurden hierfür aufgebracht, die Abrechnung wird gerade erstellt.

Die Erneuerung des stark verwitterten Korrosionsanstrichs am außenliegenden Tragwerk der Grundschule Hoengen (Baujahr 1981) – hier geht es um die Stahlträgersanierung – ist für die Klassentrakte abgeschlossen. Nun sind in einem zweiten Bauabschnitt Schulhofseite und Verwaltung dran. Das oll in den Sommerferien laut Koppe erledigt werden. Das schlägt mit 60.000 Euro zu Buche.

Die defekte Heizung der Turnhalle Ofden wurde kostenschonend „erneuert“. Der in der „ausgelaufenen“ Hauptschule Ost nicht mehr gebrauchte moderne Gasbrennwertkessel wurde eingebaut. Mit Nebenanlagen kostet diese Aktion 15.000 Euro.

Bernd Mortimer (ABU) fragte nach, „wie die Zukunft der Elisabethschule aussieht, bevor wir weitere Mittel investieren“. Hintergrund ist das Thema Inklusion. Kinder mit Handicap sollen nach Willen der Landesregierung überwiegend in Regelschulen unterrichtet werden. Wird die Elisabethschule als Förderschule dann noch benötigt? Laut Ausschussvorsitzendem Friedhelm Krämer (SPD) will die Verwaltung die Mandatsträger zu den (möglichen) Auswirkungen der Inklusion in näherer Zukunft informieren. Ungeachtet dessen wurde – allein schon zum Erhalt und Betrieb des Gebäudes notwendig – die Deckensanierung in sieben Klassenräumen abgeschlossen, wie die GSG berichtete. Das kostete 30.000 Euro. Das Geländer der zweigeschossigen Haupttreppe muss jetzt ausgetauscht werden. Hierfür müssen weitere 26.500 Euro eingesetzt werden. Bereits installiert sind Ausstiegshilfen für die Notausgänge im Kellergeschoss (2500 Euro). Abgeschlossen, aber noch nicht abgerechnet ist die Brandschutzsanierung des „Grünen Gebäudes“ und eines Teils der Fachklassen der Gustav-Heinemann-Gesamtschule (746.400 Euro).

Abriss alter Hauptschule teuer

In diesem Jahr folgt der nächste Abschnitt mit „Rotem Gebäude“ (Ausführung April bis November), weiteren Fachklassen und der Turnhalle (jeweils in den Sommerferien) mit Kosten in Höhe von 682.000 Euro. Weitere 150.000 Euro werden an der Gesamtschule in den Oster- und Sommerferien für Installationen (Gas, Wasser, Abwasser und Strom) verbaut.

Bis auf Restarbeiten ist die Erneuerung der Holzbalkendecken im Dorfgemeinschaftshaus Warden erfolgt (26.000 Euro).Und noch eine hohe Investition war Thema im Ausschuss für Gebäudewirtschaft: die Brandschutzsanierung des Rathauses nebst Brandmeldeanlage und Sicherheitsbeleuchtung. Die Gesamtmaßnahme wird Ende April umgesetzt sein. Kostenpunkt: 755.000 Euro.

Übrigens: Der Abriss der ehemaligen Hauptschule Alsdorf-Ost wird nach Begutachtung durch Sachverständige und nach Abbruchkonzept insgesamt 698.000 Euro kosten.

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