Baum des Jahres steht nun auch im Stadtwald

Von: ehg
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Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald pflanzte eine Traubeneiche im Würselener Stadtwald. Stadtförsterin Susanne Gohde, Forstdirektor Robert Jansen und Bürgermeister Arno Nelles(vl) in Aktion. Foto: Sevenich

Würselen. Der Kreisverband Städteregion Aachen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) pflanzte in Zusammenarbeit mit der Stadt Würselen im Stadtwald, Zugang Forsthaus Schwarzenbruch, eine Traubeneiche, den Baum des Jahres 2014.

Bei frühsommerlichen Wetter stießen Bürgermeister Arno Nelles und Försterin Susanne Gohde – in einer ihrer letzten Amtshandlungen in Würselen – den blitzeblanken Spaten in den Waldboden. Forstdirektor Robert Jansen (Hürtgenwald), der Vorsitzende des Kreisverbandes SDW, assistierte dabei. Zu Gast war der pensionierte ehemalige Förster Roland Migende, der Ehrenvorsitzende des Kreises Städteregion Aachen, der aus Bonn angereist war.

Jansen sagte: „Die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft soll durch diese Aktion der Bevölkerung ins Bewusstsein gerückt werden.“ Die Traubeneiche ist in Folge der 26. Baum des Jahres. Wie seine Vorgänger, die seit 1989 ausgewählt worden sind, hat auch er eine besondere Bedeutung für die Natur. Die Traubeneiche gehört zu den selteneren Baumarten, die bei optimalem Standort ein besonders wertvolles Holz erzeugen.

Sie kann bis zu 1000 Jahre alt werden, bis zu zwei Meter Durchmesser und eine Höhe von 25 bis 30 Metern erreichen. Erkennungsmerkmale sind die in Trauben hängenden ungestielten Früchte, die Eicheln. Ihr sagen trockenere Böden, die durchaus nährstoffarm sein können, bestens zu. Jansen dazu: „Gerade dieses Standortansprüche machen die Traubeneiche zu einem Hoffnungsträger für den zukünftigen Wald.“

Nicht zuletzt auch deshalb, weil sie mit den Bedingungen, die der Klimawandel mit Temperaturerhöhung und weniger Niederschlägen bescheren wird, aller Voraussicht nach gut zurecht kommen werde. Das Holz der Traubeneiche findet Verwendung im Möbelbau als Massivholz.

Die geringwertigeren Sortimente sind von Ofen- und Kaminbesitzern als Brennholz geschätzt, weil die Eiche einen hohen Brennwert besitzt. Bis in die 1930er Jahre wurde aus der Traubeneiche auch die Lohrinde gewonnen, die dann zum Gerben von Leder benötigt wurde.

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