Bauhof setzt auf moderne Software

Von: Karl Stüber
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Das Kanalnetz besser dokumenti
Das Kanalnetz besser dokumentieren: Die Mitarbeiter vom Eigenbetrieb Technische Dienste sind bei Wind und Wetter im Einsatz. Nun werden ihre Kollegen im Büro „aufgerüstet”. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Der Eigenbetrieb Technische Dienste (ETB), ein Tochterunternehmen der Stadt Alsdorf, das im Wesentlichen für kommunale Straßen, Kanal- und Abwassersystem, Winterdienst und Pflege öffentlicher Anlagen zuständig ist, hat im Wirtschaftsjahr 2011 einen Überschuss von exakt 885.244,97 Euro erwirtschaftet.

Das heißt aber nicht, dass die Gebührenzahler, also die Bürger, mit Rückerstattung von Gebühren rechnen können. Der Jahresüberschuss dient vielmehr dazu, Verlustvorträge aus der Vergangenheit, so in 2010 in Höhe von knapp 490.000 Euro, aufzufangen und Gebühren möglichst stabil zu halten, wie in dem „Kontrollorgan”, dem Betriebsausschuss des Stadtrats, zu hören war.

Der Eigenbetrieb, der im Volksmund immer noch Bauhof heißt, ist von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft „BET - Dr. Neumann und Partner”, Aachen, ausgiebig geprüft worden. Ergebnis: keine Einwendungen. Aber pflichtgemäß wies der vortragende Prüfer Dirc Fröschen auf Risiken hin.

Die Betriebsleitung rechne in den Folgejahren „zusätzlich mit enormen Investitionen von rund 13,2 Millionen Euro im Bereich des Abwassernetzes, die grundsätzlich nur durch die Aufnahme neuer Kredite finanziert werden können”. „Durch diese Investitionen wird es in Form von steigenden Abschreibungen und Zinsaufwendungen zu weiteren Gebührenanpassungen kommen”, so die Wirtschaftsprüfer.

In der Elektronischen Datenverarbeitung (EDV) soll es bei den Eigenbetrieben bald eine wichtige Aufrüstung geben. Entsprechend geschult soll dann das kaufmännische Personal des Eigenbetriebs exakter und schneller, sprich effizienter, arbeiten können. Es geht um die Optimierung im kaufmännisch-technischen Anlagenmanagement.

Partner ist hierbei der kommunale Dienstleister Regio IT, dessen Mitarbeiter Frank Terhaag das Vorgehen erläuterte. Wirtschaftsprüfer Fröschen stellte klar, dass durch die bisherige Datenverwaltung per Excel-Tabellen „zu keinem Zeitpunkt die Ordnungsmäßigkeit in Frage gestellt war”, aber die Prüfung sehr aufwändig ausfiel und das Risiko von Fehlern höher war. Nun solle das technische und kaufmännische System miteinander verknüpft werden.

Regio IT-Mitarbeiter Terhaag erläuterte, dass durch Einführung des Programms „Infoma” das Anlagenvermögen der Eigenbetriebe, also das Straßen- und Kanalnetz, viel genauer dokumentiert werden könne. Zudem sei die „Historie” der Einrichtungen klar zu erkennen. Investitionen, Zuschüsse und Beiträge könnten „Anlagen-scharf” zugeordnet werden. Ergänzt wird die IT-Aufrüstung des Eigenbetriebs durch das System „Novakandis”, ein technisches Kanalinformationssystem.

Unterm Strich seien die so erfassten Daten nicht nur durch die Wirtschaftsprüfer einfacher zu analysieren. Die verbesserte Handhabbarkeit führe auch zu einer Verbesserung der Finanz- und Gebührenkontrolle.
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