Baugruppe der Prinzengarde realisiert jecke Deko-Träume

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
baugrupp_bu
Maßarbeit: Der Bau der hölzernen Kulissen für die Prinzengarde-Sitzungen ist ein Job für gestandene Handwerker der Baugruppe. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Ein paar hundert Bretter, viele tausend Schrauben, etliche Eimer Farbe und gut 60 helfende Hände: Das ist der Stoff, aus dem jecke Bühnenträume gemacht sind. Sommers wie winters werkelt die Baugruppe der Alsdorfer Prinzengarde, damit die bunten Kulissen der närrischen Sitzungen in der Stadthalle nicht bloß standfest sind, sondern optisch richtig was hermachen.

Dieser Tage beginnt der Endspurt. Und es wird mal wieder eng. Doch trotz Sonderschichten bleiben die Handwerker in ihrer närrischen Mission ganz entspannt.

Die Gelassenheit kommt nicht von ungefähr. Seit 1971 besteht die emsig hantierende Truppe, viele sind schon seit Jahren dabei. Die meisten von ihnen sind gestandene Handwerker: Schreiner, Elektriker, Maler. „Handwerklich begabt sind wir alle”, sagt Toni Klein, Leiter dieser kreativen Sonderabteilung der Prinzengarde. Andernfalls wäre das Ganze ja gar nicht zu stemmen.

Ein Mal pro Woche treffen sich die Tüftler - darunter fünf Damen -, um dem jährlichen Motto eine schicke Bühne auf den Leib zu schneidern. Dazu entwirft Architektin Kerstin Jockenhövel-Ptak ein hölzernes Miniaturmodell, das als Basis für die Umsetzung dient. Wenn sie denn mach- und finanzierbar ist. Etwa 3000 Euro macht die Prinzengarde pro Jahr für die Deko locker. Kommandant Günter Forstenaichner segnet die Materialkosten gerne ab.Ê„Solch eine Kulisse ist schließlich eine Attraktion. Die hat so schnell kein anderer in der Region zu bieten!”

In der Regel wird in einer Halle an der Poststraße in Blumenrath kreuz und quer geschraubt, geleimt, gemalt. Überall entstehen Einzelteile, die erst beim Feinschliff auf der Bühne der Stadthalle zusammengesetzt werden. Auch aus Gründen der Geheimhaltung, schließlich soll kein Besucher vor der Premiere einen Blick auf das große Ganze erhaschen können.

Gepasst hat bei dieser Art Stecksystem noch immer alles. Na ja, fast alles. Klein: „Einmal hatten wir im Hintergrund eine Burgkulisse, die etwas zu klein geraten war.” Also wurde einen Tag vor der Premiere unten kräftig angestückelt. „Wir haben dann Blumen vor die Bretter gestellt. Hat niemand was gemerkt.”

Ein anderes Mal zerstörte die Feuerwehr die kühnen Deko-Träume. Die untersagte aus Brandschutzgründen das Aufstellen zahlreicher Strohballen. Kann man nichts machen. Die Kulissen sind ohnehin nur ein Blickfang für zwei Wochen. Ob es dann weh tut, alles wieder abzureißen? „Nein”, sagt Klein. „Wir freuen uns dann schon auf die nächsten Ideen.”

Und auf das Recycling. Alle Bretter werden auseinandergeschraubt, alle Schrauben sortiert und weggepackt. Das ist ein Job für „Magazinmann” Willi Kube. Sogar einen eigenen Lageristen hat diese Baugruppe zu bieten...

Das Programm „Gangster, Gauner und Gardisten” der Prinzengarde geht an mehreren Terminen und in verschiedenen Gewändern in der Alsdorfer Stadthalle am Denkmalplatz über die Bühne.

Premiere ist am Samstag, 26. Februar, um 20 Uhr. Eine „Familien-Flüster-Sitzung” findet bei Kaffee und Kuchen am Sonntag, 27. Februar, 16 Uhr, statt. Als Prinzengarde-Nacht ist die Show am Freitag, 4. März, 21 Uhr, zu sehen. Anschließend steigt eine Party mit DJ und Live-Bands.

Die große Kostümsitzung beginnt am Samstag, 5. März, um 18 Uhr. Die Abschlussgala krönt die Reihe am Sonntag, 6. März, um 19 Uhr.

Karten sind bei Vorstandsmitgliedern der Prinzengarde und im Kartenhaus in der Stadthalle erhältlich.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert